Promotion - Vier Wochen nach der Top-Platzierung bei „Hamburgs beste Arbeitgeber“ freut sich das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand über eine weitere Auszeichnung, die das gesamte Team betrifft:

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz hat der Klinik in puncto Arbeitsschutz die Bestnote erteilt. Als einzige Klinik der Stadt hat Groß-Sand bereits zum dritten Mal in Folge ein „vorbildlich“ für den Arbeitsschutz erhalten. Doch was verbirgt sich hinter diesem Erfolg?

Experte für den Arbeitsschutz im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist der Technische Leiter Joachim Versemann. Seit beachtlichen 39 Jahren im Haus kennt er Groß-Sand wie seine Westentasche – und weiß bestens, wo sich mögliche Gefahren für Kolleginnen und Kollegen verstecken. Das hat man spätestens 1998 erkannt, seitdem ist Versemann neben seinen Aufgaben in der Haustechnik auch Fachkraft für Arbeitssicherheit. „Wir wollen Arbeit so gestalten, dass Gesundheitsgefährdungen möglichst vermieden werden. Dafür gilt es, Gefährdungen zu ermitteln und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und ihre Wirksamkeit zu überprüfen“, erklärt der 59-Jährige. So erteilen Versemann und seine Kollegen aus dem Arbeitsschutzausschuss, kurz ASA, verbindliche Anweisungen für den Betrieb und stehen Mitarbeitern beratend zur Seite – beispielsweise zu richtigem Schuhwerk, Hautschutzmöglichkeiten, den Umgang mit Gefahrenstoffen oder Strahlenschutz. „Eine schier unendliche Liste“, so Versemann, der aufgrund der Fülle der Aufgaben noch von einem externen Kollegen unterstützt wird.

Arbeitsschutz: Im Krankenhaus von besonderer Bedeutung
Ob Ärzte oder Pflegekräfte, Laboranten, Handwerker, Transporter – beinahe jede Berufsgruppe im Krankenhaus ist bei der Arbeit mit ganz unterschiedlichen Risiken konfrontiert. „Für Krankenhäuser eine Besonderheit ist zudem, dass wir über eine eigene Großküche und eine Wäscherei verfügen – Arbeitsbereiche, die in vielen Häusern längst ausgelagert wurden“, ergänzt Versemann. „Auch hier sind Arbeitsschutzmaßnahmen von enormer Bedeutung.“ Dass die Angelegenheit für alle Berufsgruppen relevant ist, zeigt etwa der Blick in die Verwaltung: „Auch Büroarbeit kann zu Beschwerden führen. Langes Sitzen, falsche Monitor-Einstellungen, schlechtes Licht, Emissionen von Druckern – alles Dinge, mit denen wir uns beschäftigen.“ Entsprechend ist Arbeitsschutz in Groß-Sand eine Pflichtfortbildung, die jeder Mitarbeiter einmal jährlich auffrischen muss.

Urkunde vom Amt für Arbeitsschutz: System als „vorbildlich“ bewertet
Dass Versemann und Kollegen ihren „Fulltime-Job“ hervorragend meistern und die Sensibilisierung der Belegschaft Früchte trägt, wurde nun erneut bestätigt. Die Urkunde übergab am vergangenen Donnerstag Gottfried Ingenhaag, der in der Behörde für Gesundheits- und Verbraucherschutz die Abteilung Arbeitnehmerschutz leitet. Das Ergebnis: „Vorbildlich“.
Übersetzt in Schulnoten macht das eine glatte Eins. Dafür musste sich das Haus einer schriftlichen Erfassung des Arbeitsschutzsystems sowie einer praktischen Überprüfung im Rahmen einer Begehung stellen. Gottfried Ingenhaag zieht sein Fazit: „Groß-Sand verfügt über ein ausgezeichnetes System, das ganz offensichtlich nicht nur von einzelnen Mitarbeitern, sondern vom gesamten Team getragen wird. Die Leitung des Hauses bekennt sich klar zum Arbeitsschutz und es wurden konkrete Ziele statt unverbindlicher Vorsätze formuliert. Das spiegelt sich in vielfältigen Präventivangeboten wider, die sowohl auf die Mitarbeiter selbst als auch auf das Arbeitsumfeld ausgerichtet sind.“

Einzige Hamburger Klinik, das den Einser-Schnitt dauerhaft hält
Das Ergebnis der Überprüfung wird nicht nur in Groß-Sand, sondern auch auf Behördenseite als Besonderheit gesehen. „Als vorbildlich ist derzeit nur ein weiteres Hamburger Krankenhaus bewertet. Darüber hinaus ist Groß-Sand die einzige Klinik der Stadt, die das Niveau seit 2003 gehalten hat und zum dritten Mal in Folge die Bestnote erhält“, sagt Ingenhaag.
Die nächste Überprüfung ist frühestens in sechs Jahren fällig. Ziel ist dann die Eins mit Sternchen: „Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen. Es gibt durchaus Bereiche, an denen wir noch arbeiten müssen – zum Beispiel wollen wir die Zahl der Arbeitsunfälle noch weiter senken“, so Joachim Versemann, der jetzt nichtsdestotrotz erstmal kräftig durchatmen und sich über den tollen Erfolg freuen darf. dl

Veröffentlicht 23. März 2016