150413OlympiaHarburg - Die südliche Metropolregion Hamburg ist mit der Ausrichtung von gut zehn Wettbewerben ebenfalls Feuer und Flamme für das weltgrößte Sportereignis

und erhofft sich zahlreiche Vorteile für die Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft. Im September 2015 soll Hamburg nach einem positiven Volksentscheid zum offiziellen Kandidaten für Deutschlands Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 benannt werden.

Im Herbst 2017 wählen dann die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Peru die „Host City 2024“ aus. Die Süderelbe AG bündelt die Interessen der Wirtschaft im Hamburger Süden und fordert getreu dem Motto „Dabei sein ist alles“, dass endlich infrastrukturelle Verbesserungen umgesetzt werden. Für Unternehmer sind Informationsveranstaltungen angekündigt.

Mit Blick auf die Bemühungen des IOC, die Spiele nachhaltiger und städteverträglicher zu gestalten, ist Hamburg der beste Kandidat. Die Bewerbung folgt dem „Hamburger Ansatz“ weg vom Gigantismus Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit.

In den Bewerbungsunterlagen heißt es, die Hamburger Bewerbung habe den Anspruch, "Best-Practice für Olympische Sommerspiele" zu sein - getragen von "breiter Bürgerbeteiligung, professionell 150413Olympia2geplant, gebaut und finanziert, von nachhaltigem Nutzen. Mit der vorgesehenen Nachnutzung als innerstädtischer Raum für Wohnen, Sport und Freizeit entsteht ein dauerhaftes olympisches Erbe für die Menschen und für den Sport in der Metropolregion. Hamburg initiiert mit den Spielen den Prozess einer neuen Form smarter, mobiler und lebenswerter Stadtkultur durch das Zusammenführen unterschiedlicher, offener und verdichteter städtischer Räume - mitten in Hamburg und geprägt vom Wasser."

Mit diesem konzeptionellen Leitgedanken hebt sich die Hamburger Bewerbung von den anderen Städten ab und folgt dabei dem Wunsch der Bevölkerung nach einer nachhaltigen Umsetzung der Spiele.

Gut zehn Wettbewerbe sollen im Hamburger Süden stattfinden. Angefangen von den südlichen Stadtteilen Wilhelmsburg (Kanu-Wildwasseranlage), Allermöhe (Rudern, Kanu und Parakanu auf der Dove-Elbe) und Rothenburgsort (Beach-Volleyball in Entenwerder) kommen auch Landkreise der südlichen Metropolregion Hamburg in die Auswahl: an der Grenze zum Landkreis Harburg ist die Mountainbike-Strecke im Eißendorfer Forst vorgesehen, in Garlstorf das Sportschießen. Außerdem meldet der Radsport in Harburg und seinem Umland den Anspruch an, das Straßenrennen und Einzelzeitfahren auszutragen. Luhmühlen, das zwischen den beiden Landkreisen Harburg und Lüneburg liegt, ist für das Vielseitigkeitsreiten vorgesehen.

„Mit der erfolgreichen nationalen Bewerbung ist es jetzt an der Zeit, den Bau der Hafenquerspange, den Anschluss der A 26 nach Stade und zur A 7 sowie Brückenmodernisierungen mit höchster Priorität voranzubringen“, fordert Dr. Olaf Krüger, Vorstand der Süderelbe AG. Bereits Ende 2012 hatte die Süderelbe AG in einem Positionspapier auf den dringenden Ausbau der Infrastruktur aufmerksam gemacht: demnach führt die Nicht-Umsetzung der - immer noch aktuellen Maßnahmen - aus der „Ahrensburger Liste“ mit einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 15 Milliarden Euro zu einem jährlichen Verlust an Wirtschaftskraft (BIP) von fast 4 Milliarden Euro.

Für die Unternehmer seien Informationsveranstaltungen in Vorbereitung, um auf die zahlreichen Besucher der Olympischen Spiele rechtzeitig vorbereitet zu sein: „Hotels und Dienstleister in der Region können von zahlreichen Marketing-Effekten für die Region und das eigene Geschäft profitieren“, so Dr. Krüger weiter. Mit den Akteuren in der Region sollen nun Angebote gebündelt werden, um gemeinsam die Vorteile vor, während und nach den Spielen umzusetzen. „Neben strategischen Gesprächen über zusätzliche Arbeitsplätze und Fachkräftegewinnung wollen wir auch konkrete Angebote wie Marketing-Seminare oder Weiterbildungen organisieren.“ (cb)