150204HansenspeicherHarburg - Es tut sich wieder etwas sichtbar beim größten Bauprojekt auf der Schloßinsel. Der Neubau des Hansenspeichers, des höchstes, jetzt "Pearl" genannten

Gebäudes im rund 70 Millionen Euro teuren Bauprojekt "Marina auf der Schloßinsel" ist voll eingerüstet. Ein Zelt schützt das Gebäude. "Im Rahmen von Nacharbeiten an der Fassade des ehemaligen Hansenspeichers auf der Schlossinsel wurde eine mangelhafte Ausführung der Montage des Fassadenkörpers festgestellt", so Christoph Hartmann, Sprecher des Eigentümers, der Provinzial Rheinland"Eine unmittelbar eingeleitete Analyse durch ein anerkanntes Ingenieurbüro kam zu dem Ergebnis, dass hier nicht fachgerecht montiert worden ist. Die ohnehin bestehende Einrüstung ist zudem, zum Schutz des Gebäudes, um ein Winterdach erweitert worden." Jetzt wird die Fassade ausgewechselt. Die Fertigstellung ist in Sicht. Hartmann: "Inzwischen sind die Versäumnisse und Unzulänglichkeiten der ehemaligen Projektbeteiligten und Initiatoren identifiziert und werden abgestellt. Aufgrund der erheblichen Anstrengungen der Beteiligten wird die Gesamtanlage in der ersten Jahreshälfte 2016 fertiggestellt." Es handelt sich um rund 10.000 Quadratmeter dicke Styroporplatten unter der Klinkerfassade, die abtgerissen, entsorgt und neu aufgebracht werden müssen. Die Zusatzkosten werden auf rund sechs Millionen Euro geschätzt.

So richtig hatte das ambitionierte Wohnungsbauprojekt von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden. Ende august 2010 wurde der grundstein für das Projekt gelegt, das damals noch den Namen "Balance Bay" trug. 162 Wohnungen und eine Tiefgarage, in die 200 Autos passen. Das Projekt wurde in "Marina auf der Schloßinsel" umgetauft. Im Frühsommer 2013 ging das für den Bau zustänbdige Generalunternehmen Alpine pleite. Im Dezember wurde dem Prjoektentwickler Lorenz gekündigt. Die zukünftige Vermarktung der Miet- und Eigentumswohnungen soll Engel & Völkers übernehmen. zv