channelBinnenhafen – Mit einem geheimen Sparplan wirft die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) der Entwicklung im Harburger Binnenhafen möglicherweise einen Knüppel zwischen die Beine.

 Über 4 Millionen Euro, eigentlich für Strukturmaßnahmen vorgesehen, sollen erst später ausgegeben werden. Damit sollen Sparvorgaben des Senates erfüllt werden. Bislang ist es ein Vorschlag, der aber der Harburger Politik große Sorgen bereitet.N

ach der Entlassung aus dem Hafengebiet soll es richtig losgehen im Binnenhafen. So der Plan. Dafür und wegen der dann geltenden erhöhten Verkehrssicherungspflicht müssen Fußwege angelegt, Straßen ausgebaut und Kaimauern saniert werden. Mit dem drohenden Investitions-Stopp aus Hamburg ist der Plan in Gefahr. „Die gesamte Entwicklung des Standortes würde gefährdet werden“, sagt CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer. Insgesamt sollen 25 Millionen Euro bis 2015 nötig sein, um die Infrastruktur im Binnenhafen auf Vordermann zu bringen. Eine Einsparung von rund 4,5 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren wäre ein herber Rückschlag. „Hier wurde ein Sparvorschlag gemacht, ohne die Folgen zu berücksichtigen“ meint Fischer.

Ronald Preuß von den Grünen sieht den Plan ebenfalls skeptisch. Er geht mit der Behörde, in der seine Parteifreundin Anja Hajduk das Ruder in der Hand hat, nicht ganz so hart ins Gericht. „Es handelt sich noch um eine Idee. Ein Beschluss ist nicht gefasst“, sagt Preuß. Man sei sich auch noch nicht klar, was die Verschiebung der Investitionen für Auswirkungen hat. Preuß: „Wir haben beim Bezirksamt angefragt und noch keine Antwort erhalten.“ Man werde aber für die Entwicklung der Schloßinsel und des Binnenhafens kämpfen. zv