TUHH3Harburg – Kreative Köpfe aus der Harburger Wirtschaft haben sich zusammengesetzt und festgestellt: So geht es nicht weiter! Im Hamburger Süden gibt es weit

mehr als 200 Technologieunternehmen mit mehr als 7000 Beschäftigten. Die Handelskammer aber entwickelt ein Konzept, wie man in Hamburg endlich mal ein paar Technologieparks entwickeln könnte und fordert die Politik auf, entsprechende Bebauungspläne anzubieten. Dr. Helmut Thamer, Arnold G. Mergell und Christoph Birkel, drei der kreativen Köpfe aus der Harburger Wirtschaft, sind sich indes einig: „Wir sind doch längst Technologiepark. Und zwar ein ganz großer.“ Deshalb soll jetzt Tech Hub Harburg, eine Promotion und Marketing GmbH, gegründet werden. Ihre Aufgabe: Den Technologie-Standort Harburg in den Köpfen der Entscheider außerhalb Harburgs zu verankern. Und das soll mit Marketing, Quartiersentwicklung, Immobilienlotsen und Firmenansiedlungen geschafft werden.

TuTech, Süderelbe AG, Wirtschaftsverein, hit Technologiepark und channel hamburg rücken für den Tech Hub (hub = Nabe, Dreh- und Angelpunkt) zusammen und versuchen, all das was zwischen Technischer Universität (Foto) und Airbus schon vorhanden ist, zu koordinieren. „Hamburg hat ein Problem“, sagte hit-Geschäftsführer Christoph Birkel bei der Vorstellung des Tech-Hub-Konzepts im Wirtschaftsausschuss der Bezirksversammlung. „Es werden viele tolle Sachen gemacht. Aber leider alles parallel.“ Das Konkurrenzdenken der verschiedenen Hamburger Hochschulen, aber auch der einzelnen Stadtteile, möge gesund sein. Es sei in diesem Fall aber der falsche Ansatz.

Birkel hat seine Zweifel, ob Hamburg überall die richtigen Akzente setzt: „Fragen Sie die Leute von außerhalb doch einmal, was ihnen zu Hamburg einfällt. Dann kommt der Hafen und noch einmal der Hafen, dann wahrscheinlich Airbus, die Musicals und vielleicht noch die Strandperle.“ Dass Hamburg dank Harburg eine Technologie-Hochburg ist, gehe völlig unter. Birkel: „Wir starten mit dem Tech Hub in Harburg, aber wir machen das für ganz Hamburg.“

Arnold G. Mergell, Geschäftsführer der HOBUM Oleochemicals, wünschte sich von der Politik für weitere Technologie-Ansiedlungen die Bereitstellung günstiger Grundstücke und  eine Bevorzugung im Planungsrecht. „So schlecht sind wir da eigentlich gar nicht“, warf Jörg Penner, Dezernent für Bauen, Wirtschaft und Umwelt, ein. „Es ist alles da, vom Misch- und Kerngebiet bis hin zum Industriegebiet. Neue Betriebe können sich aussuchen, was sie brauchen.“ ag