140226MaxBahrHarburg –  Der neue Möbelmarkt im alten Max-Bahr-Gebäude an der Buxtehuder Straße nicht Formen an: Die österreichische Einrichtungskette XXXLutz will nicht

nur die alten Bauten nutzen, sondern mit einem Anbau an der Westseite die Verkaufsfläche auf insgesamt 7000 Quadratmeter erweitern. Noch bis Ende des Jahres soll es einen Bauantrag geben. Vorher muss noch ein neuer Bebauungsplan (Heimfeld 48) aufgestellt werden. Dazu soll es am 29. Oktober, 19.30 Uhr, im Harburger Rathaus, eine öffentliche Plandiskussion geben.

Schon jetzt deutet sich Zoff an, denn XXXLutz will auf rund 800 Quadratmetern ein „Randsortiment“ mit Heimtextilien, Elektrogeräten und allerlei Schnickschnack anbieten. Handelsexperten gehen davon aus, dass Möbelhäuser mit diesem Randsortiment rund 20 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften. Und genau deshalb hakt Rainer Bliefernicht (CDU) nach: „Müssen es unbedingt 800 Quadratmeter sein? Die Lüneburger Straße ist in fußläufiger Nähe, geht der Umsatz dann den Geschäften in der Fußgängerzone verloren? Ist das womöglich der Todesstoß für Karstadt?“

Bliefernicht wollte wissen, wie weit die Fläche für das Randsortiment noch verringert werden kann. ohne dass es rechtliche Schwierigkeiten gibt. Diese Antwort musste Baudezernent Jörg Penner zunächst schuldig bleiben. Er verriet aber, dass XXXLutz  eigentlich viel mehr Platz für das Randsortiment haben will.

Für die Planer des Möbelkonzerns dürfte der Streit um die Größe der Randsortiments-Fläche Routine sein. Bei vielen neuen Filialen hat es deshalb Streit gegeben. Vor fünf Jahren in Stuttgart zog sich XXXLutz deshalb sogar von einem Projekt zurück. ag