140702QuarreeHarburg – Spektakulärer Eigentümerwechsel in der Harburger Innenstadt: Die Prelios Deutschland GmbH und Morgan Stanley Real Estate Investing haben das Harburg Carrée

für 37,4 Millionen Euro verkauft. Neuer Eigentümer ist die Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft der österreichischen Erste Bank und Sparkassengruppe. Prelios verwaltet das Carrée schon seit mehreren Jahren, daran wird sich auch nichts ändern.

„Das Harburg Carrée passt gut in unser Portfolio, es hat eine gesunde Mieterstruktur und ist erstklassig gelegen“, sagt Peter Karl, Geschäftsführer Erste Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. „Als langfristig orientierter Investor ist für uns ein professionelles Management des Quartiers besonders wichtig.“ Deshalb freue er sich, mit Prelios einen Partner zu haben, der Objekt und Mieter schon länger kennt.

Allen Unkenrufen zum Trotz scheint die Harburger Innenstadt für Kapitalanleger ein lohnender Standort zu sein.  Martin Mörl, Geschäftsführer Prelios Deutschland GmbH: „Das Harburg Carrée ist ein attraktives Anlageobjekt, das Investoren dank seiner gemischten Nutzungsstruktur eine solide Performance und stabile Cashflows liefert.“

Das Harburg Carrée hatte einen schwierigen Start. Anfang der 1990er-Jahre war es als das große Einkaufszentrum geplant, das die Harburger Innenstadt vor dem Niedergang retten und Kunden aus dem Umland anlocken sollte. Doch das Ende der DDR machte den Planern einen Strich durch die Rechnung, die Handelsunternehmen und Franchiseketten investierten ihr Geld lieber in den neuen Bundesländern. Für das Carrée fanden sich keine attraktiven „Key-Mieter“.

Schließlich tat sich Bauherr Büll & Dr. Liedtke mit der Hanseatica-Gruppe zusammen, die sich darauf spezialisiert hatte, öffentliche Institutionen und öffentlich geförderten Wohnungsbau in Objekten dieser Größenordnung unterzubringen – wie zum Beispiel beim Neubau „Salzburger Häuser“ mit Arbeitsamt, Sozialamt und Studentenwohnunen. So retteten Öffentliche Bücherhalle, Volkshochschule, 177 öffentliche geförderte Wohnungen auf insgesamt 23.000 Quadratmetern Mietfläche den Bau. Dazu kam ein Parkhaus mit 512 Stellplätzen. Für die Architektur zeichnete das renommierte Büro Amorelli, Sembritzki und Tran Viet verantwortlich. Und selbst der damalige Oberbaudirektor Egbert Kossak warf ein Auge auf das Carrée, hielt es für wichtig und stadtbildprägend und setzte die damals vorherrschende rote Klinkerfassade durch. 1998 wurde das Harburg Carrée eröffnet.

Büll & Dr. Liedtke tat sich wenig später mit der ECE zusammen, um gemeinsam das Phoenix-Center zu bauen. ag