Harburg - An den Anblick von "1-Euro-Fachgeschäften" hat sich der Harburger mittlerweile fast schon gewöhnt. In der Innenstadt gehören diese Läden genauso zum Bild, wie die unzähligen Schuhgeschäfte. Jetzt schwappt ein neuer Trend in den Süden Hamburgs:

Neben einem Leihhaus eröffnet auch ein Second-Hand Geschäft, in dem Einkommensschwache einkaufen können.

Die Zielgruppe ist bei "spenda bel" ganz klar definiert. Hier darf nur Einkaufen, wer nachweisen kann, höchstens 800 Euro im Monat zur Verfügung zu haben. Potentielle Kunden müssen per Arbeitslosen- oder Rentenbescheid, Bafög, Wohngeld oder ALG-II Bescheid genau dies beweisen. Erst dann erhalten sie eine Karte, mit der sie nach Herzenslust shoppen gehen können. Vom Einrichtungsgegenständen bis hin zu Büchern findet sich allerhand in dem Geschäft am Küchgarten. Alles zu absoluten Sparpreisen. Die Waren erhält das Geschäft, dass außerdem drei weitere Fillialen in Hamburg unterhält, durch Spenden. Als Perosnal sind AktivJober im Einsatz.

Damit ist "spenda bel" nicht allein: Bald soll in Harburg ein Sozial-Kaufhaus eröffnet werden. Sie wollen die selbe Käuferschicht ansprechen. Konkurrenz sieht man allerdings nicht. Der Bedarf sei auf jeden Fall da.

In der Fußgängerzone: Früher Optiker, demnächst Pfandleiher. Foto: jojoWährend am Küchgarten also das Einkaufen für Einkommensschwache neue Dimensionen annimmt, erinnert man sich in der Lüneburger Straße an die gute alte Zeit. Hier entsteht gerade ein Pfandleihhaus. (jojo)