KraftwerkMoorburg7Moorburg - Das Kraftwerk Moorburg wird etwa vier Monate später als zuletzt geplant in Betrieb gehen. Der Grund sind feine Risse am Dampferzeuger. Die Auswertung von

Messungen, die während des Betriebs nach der ersten Netzschaltung des Blocks B vom 28. Februar 2014 durchgeführt wurden, hat in dem Bereich Unregelmäßigkeiten gezeigt. Bei der näheren Untersuchung wurden laut Vattenfall Beschädigungen an einer größeren Anzahl sogenannter Heizflächenrohre festgestellt. Es handelt sich dabei jeweils um Risse von einigen Millimetern Länge in Schweißnahtnähe. Entsprechende Untersuchungen im Block A zeigten ebenfalls Rissbefunde. Die Ursache ist noch unklar.
 
Bei den jetzt erforderlichen Reparaturmaßnahmen werden die geschädigten Bereiche herausgetrennt und durch neues Material ersetzt. Diese Reparaturarbeiten werden laut Planungen des Energiekonzern bis Juli 2014 andauern. Die Anlage wird während dieser Zeit nicht in Betrieb sein. Die Inbetriebnahme des Kraftwerkes verzögert sich entsprechend um voraussichtlich vier Monate. Der Block B wird damit frühestens Ende Dezember 2014, Block A im ersten Quartal 2015 den Dauerbetrieb aufnehmen.
Ds ist nicht die erste Verschiebung der Inbetriebnahme. Ursprünglich sollten die zwei Blöcke des Kraftwerks nacheinander 2012 und 2013 für in Betrieb gehen. Dann waren 2011 Risse in den etwa 100 Meter hohen Heizkesseln entdeckt worden. Auch in dem Fall hatte es sich um Haarrisse nahe von Schweißnähten gehandelt.