140203VorstandHarburg – Der weiterhin florierende Immobilienmarkt ist einer der Motoren der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Auf der Bilanzpressekonferenz konnte der Vorstand

um Heinz Lüers ein gutes Ergebnis präsentieren. Allein die vergebenen Kredite für private Wohnungsbaufinanzierungen stieg um 42 Millionen Euro. Die höhe der Kredite, die Bauträgern und Investoren bereitgestellt wurden, stieg noch einmal um 78 Millionen Euro. „Im Immobiliengeschäft geht es ungebrochen weiter“, sagt Vorstandsmitglied Frank Jäschke.

Abgerundet wurde das Bild durch die Grundstücksentwicklungsgesellschaften der Sparkasse. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 47 Grundstücke aus eigenen Projekten in Hanstedt, Moisburg, Stelle, Winsen und Wenzendorf verkauft. Die Nachfrage nach Bauland sei außerordentlich groß gewesen und konnte nicht komplett bedient werden. Im Klartext. Der Abverkauf der Grundstücke erfolgte so schnell, das ein „Vakuum“ entstand, das erst mit der Realisierung neuer Projekte wegfällt. Eine Entspannung der Situation sei frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2014 mit neuen Projekten in Kakenstorf, Salzhausen, Winsen und Seevetal in Sicht. Die eigene Maklertätigkeit war ebenfalls erfolgreich. Käufer erwarben über die Sparkasse Harburg-Buxtehude 313 Objekte im Gesamtwert von rund 54 Millionen Euro. Der südliche Bereich Hamburgs profitiert dabei auch von den teilweise zu hohen Preisen von Immobilien nördlich der Elbe.

Die Bilanzsumme der Sparkasse Harburg-Buxtehude hat sich um 1,9 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro erhöht und liegt damit erneut über dem Niveau des Vorjahres. Das Betriebsergebnis nach Forderungsbewertung liegt mit 24,4 Millionen Euro allerdings unter dem Ergebnis aus 2012. Die Ursachen sind laut Vorstand im wesentlichen in dem rückläufigen Zinsergebnis und in den leicht erhöhten Personalkosten begründet. Der Jahresüberschuss liegt mit 7,5 Millionen Euro leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen konnten um 103 MIllionen Euro auf 2,42 Milliarden Euro gesteigert werden. Das ist ein Zuwachs von 4,4 Prozent
Angehalten habe der Trend zu Anlagen mit kurzen, flexiblen Laufzeiten im Giro- und Termingeldbereich sowie bei den Spareinlagen. Sehr gut sei das im Mai 2013 eingeführte „S-Anlagesparen“ angenommen worden, das eine Verzinsung von bis zu einem Prozent im Jahr bietet. Kunden hätten haben insgesamt 57 Millioneb Euro in diesem Produkt angelegt.

Als Erfolgsfaktor wird das Kundenkreditgeschäft bezeichnet. Es konnte um 128 Millionen Euro auf 2,87 Milliarden. Euro ausgebaut werden. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr ei-nem Zuwachs von knapp 5 Prozent. Dies ist umso beachtlicher, da zahlreiche Kunden vor dem Hintergrund des historisch niedrigen Zinsniveaus Sondertilgungen oder Darlehensablösungen getätigt hätten.

Das Firmenkundengeschäft profitierte vor dem Hintergrund eines erwarteten Wirtschaftswachstums und dem anhaltend niedrigen Zinsniveau von der Investitionsbereitschaft der Kunden. Im Jahr 2013 konnte die Sparkasse im Firmenkundenbereich ein Kreditwachstum von knapp 32 Millionen Euro verzeichnen.

Verhalten sei dagegen die Entwicklung im Wertpapiergeschäft. Trotz der Steigerungen am Aktienmarkt sei die Unsicherheit bei den Kunden aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre deutlich zu spüren. So nahmen sie nur bedingt an den Kurssteigerungen der Aktienmärkte teil, da die Einstiegsangst oft zu hoch war. Der Wertpapierumsatz ist mit 338 Millionen Euro im vergangenen Jahr zwar gegenüber dem Vorjahr wieder leicht gestiegen, allerdings lag er noch weit entfernt von den Umsätzen vergangener Jahre. Die Kunden der Sparkasse hatten per 31. Dezember 2013 insgesamt 722 Millionen Euro in Wertpapieren angelegt.

Am Ende haben die auch Menschen in der Region etwas von dem guten Ergebnis. 2013 wurden Spenden in Höhe von insgesamt fast einer halben Million Euro direkt von der Sparkasse an regionale und gemeinnützige Empfänger ausgeschüttet. Damit konnten rund 220 Projekte realisiert werden. Zusätzlich wurde über das Sponsoring eine Vielzahl von Veranstaltungen im Spitzen- und Breitensport sowie im kulturellen Bereich mit mehr als 600.000 Euro unterstützt. zv