130920FalkenbergHarburg – Der Platz war gut gewählt vom Wirtschaftsverein. In die Kunstsammlung Falkenberg, die in einer der Hallen des Phoenix-Werkes, dem ehemals größten Industriebetrieb

Harburgs, in dem einmal rund 9000 Menschen (1975) arbeiteten, war Michael Westhagemann (Foto), Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes Hamburg (IHV) eingeladen worden. Diese Zeiten sind längst vorbei, das seit 1856 gewachsene Industriegelände mit seinen Backsteinbauten lechzt nach neuen Nutzungen. Heute sind es ein paar hundert Menschen, die dort arbeiten. Industrie, so Westhagemann, ist dennoch ein wichtiger Wirtschaftszweig in Hamburg. 120.000 Menschen bringt die rund 600 Betriebe in der Hansestadt in Lohn und Brot. 4000 Ausbildungsplätze stellt sie bereit. Die Unternehmen generieren einen Umsatz von 88 Milliarden Euro. Zwei weitere Arbeitsplätze seien von jedem Hamburger Industriearbeitsplatz abhängig.  Industrie so Westhagemann, gehöre zum „Dreiklang Hafen, Handel, Industrie “, der Hamburgs Wirtschaft laufen lässt. Auch zu einem brandaktuellem Thema nahm Westhagemann Stellung. Zum Netzrückkauf, über den am kommenden Sonntag abgestimmt wird. Seine Position ist klar. Er ist dagegen. Als Grund nannte er die auch immensen Kosten von rund zwei Milliarden Euro, die die Stadt aufbringen und als als Kredit aufnehmen müsste, und mit einem Rückkauf absehbar verbundenen Rechtsstreitigkeiten. dl