091120Animation3Binnenhafen - 60 Millionen Euro investiert die Provinzial Rheinland in Wohnungsbau im Harburger Binnenhafen. Hinter dem von Lorenz & Partner entwickelten Projekt „Marina auf der Schloßinsel“ verbirgt sich ein komplettes Quartier mit rund 180 hochwertigen Wohnungen. Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg sprach von einer „großartigen Entwicklung in einem einst stiefmütterlich behandelten Quartier“. 2012 soll die Anlage bezugsfertig sein.
Auf fast zwei Hektar sollen auf der „Schildhauer-Fläche“ nördlich von den Resten des alten Harburger Schlosses gehobene Miet- und Eigentumswohnungen in der Größe von 79 bis 180 Quadratmeter entstehen. Laut Projektentwickler Frank Lorenz werden die Miet- und Kaufpreise unterhalb des Hafencity- Niveaus und oberhalb der in Harburg üblichen Preise liegen. Besonders markant wird das Silo sein. Das durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg beschädigte Gebäude kann zwar nicht mehr erhalten werden. Elf der Pfeiler fehlen bereits. Das gesamte Gebäude neigt sich bereits bedenklich zur Seite. Es soll aber wieder neu aufgebaut werden und seine typische Silhouette behalten. Es ist in dem Quartier das einzige Gebäude, das noch nicht fertig geplant ist. Fünf Architekturbüros werden im Rahmen eines Wettbewerbes Gestaltungsvorschläge einreichen.
Neben dem Silo werden fünf  vier- oder fünfgeschossige Wohngebäude errichtet. Insgesamt wird die die Bruttogeschossfläche des Wohnraumes rund 25.000 Quadratmeter betragen. Unter dem gesamten Areal ist eine Tiefgarage mit 192 Stellplätzen geplant. Vor den Häusern werden Liegeplätze für Boote sein. Mit dem Quartier wird auch gleichzeitig der neue Park auf der Schloßinsel angelegt.
Der Zeitplan sieht, nachdem die Verträge für das einzige private Grundstück auf der Schloßinsel bereits am Montag unterzeichnet wurden, laut Lorenz so aus: Im Januar beginnen die Abbrucharbeiten. Anfang April wird es eine vorgezogene Baugenehmigung für die Tiefgaragen geben. Im Juli wird die Baugenehmigung folgen. Anfang 2012 sind die Bauarbeiten beendet. Schlüsselfertig soll das Quartier übergeben werden. „Die Gesamtanlage wird in einem Stück hochgezogen“, sagt Lorenz. „Wir werden dort nicht ein Gebäude nach dem anderem, sondern alle gleichzeitig bauen.“ Das Geld dafür liegt laut Lorenz „parat“. Die Finanzierung sei zusätzlich abgesichert.
Mit dem Projekt wird es einen kleinen kosmetischen Eingriff geben. Die Bauhofstraße, die die Zubringerstraße sein wird, soll umbenannt werden.  zv
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