130627BahnhofHarburg – Vor rund zwei Wochen wurde der Unterelbebahnhof zwangsversteigert. 680.000 Euro legte der neue Besitzer, die die WPG I. Vermögensverwaltungs UG,

auf den Tisch des Amtsgerichtes. Von Abriss und dem Bau einer Billig-Herberge war die Rede. Das hat sich offenbar erledigt. Der Unterelbebahnhof steht zum Verkauf. Als „Anlageobjekt“. Knapp über eine Million soll er kosten. Angeboten wird der 1881 fertig gestellte Bahnhof provisionsfrei als „Geschäftshaus mit Top-Rendite“. „Das Objekt ist voll vermietet und wird von Gewerbemieterin genutzt. Langfristige Mietbindungen sind gegeben. Die netto/kalt Mieteinnahmen belaufen sich auf derzeit 72.000 Euro per Anno“, heißt es in dem Expose für das die WPG-Gruppe verantwortlich zeichnet.
Glaubt man dem Exposé ist der ehemalige Bahnhof „saniert“. Vor der Versteigerung war dem Objekt noch ein Sanierungsbedarf von über 300.000 Euro attestiert worden. Zudem bestehen, so ein Gutachter im Vorwege der Versteigerung, Mietverträge bis 2021, die laut Gutachten unter dem Mietspiegel liegen. Mieter im Bahnhof sind aktuell der Sanitärfachhandel Karl Schult und das Bordell „Freudenhaus“. zv