HarburgInnenstadtHarburg – Nachdem die gesetzlichen Voraussetzungen wieder stimmen, haben sich die Grundeigentümer im Bereich Harburger City für die Neuauflage des

Business Improvement Districs, kurz BID, entschieden. Und das sehr deutlich.  Bei in dem Gebiet liegenden 62 Grundstücken mit 90 Eigentümern gab es laut Behörde in nur drei Fällen eine Ablehnung. Das entspricht einem Satz von weniger als fünf Prozent.

 

Für die ungewohnte Einigkeit dürfte auch die Erkenntnis gesorgt haben, dass das Phoenix-Center erweitert und im südlichen Umland und auch in Wilhelmsburg starke Konkurrenz entstanden ist oder noch entstehen wird.

Das erste BID hatte das Ruder nicht herumreißen und einen wirklich erkennbaren positiven Wandel der Harburger City, vor allem der Fußgängerzone bringen können. Die Bepflanzung von Blumenkübeln und Kulturveranstaltungen mit eher mäßigem Programm hatten nicht dazu geführt, dass der Branchenmix oder die Wahrnehmung des Bereiches besser wird.

In den kommenden drei Jahren wird die konsalt GmbH über 678.555 Euro verfügen, um sie für das BID auszugeben. 84.000 Euro entfallen dabei als größter Posten für die Sauberkeit. Dahinter verbirgt sich Geld für einen Stadtbildpfleger, also jemanden, der kleine Schäden oder Missstände behebt, und Winterdienst und Sonderreinigungen. 45.000 Euro sollen anteilig für den Umbau des Spielplatzes an der Ecke Lüneburger Tor ausgegeben werden. 75.600 Euro fallen für die interne Steuerung, dazu gehört auch anteilige Büromiete, an.

„Das Bezirksamt wird den weiteren Prozess gerne unterstützen und setzt hier unter anderem auf die Aufwertung des öffentlichen Raums.“, sagt „Bürgermeister“ Thomas Völsch. „Die Sanierung des Gloriatunnels ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auf die Verbesserung der Wegebeziehung zwischen Phoenix Center und Lüneburger Straße werden wir ein besonderes Augenmerk legen.“

BID-Manager Peter C. Kowalsky  bohrt an einem dicken Brett: Man habe sich „auch“ das Thema Branchenmix auf die Fahne geschrieben. Kowalsky: „Eine neue Branchenmixerweiterung aus bekannten Filialisten, einzigartigen Trend-Boutiquen, Modeschmuck und Wohn-Ambiente sollen das Einkaufen im Bereich Lüneburger Straße zukünftig attraktiv machen.“ zv