130627PumpeWilstorf – Es war schon so etwas wie ein Event in der Roseggerstraße. Am Donnerstagvormittag hievte ein Kran die 10 Tonnen schwere Wärmepumpe, die das Herzstück der

dort entstehenden „Eisheizung“ ist, an ihren Platz.

Eisheizung? Das ist modernste Heiztechnik mitten in Harburg, die weltweit Beachtung findet. Sie funktioniert so: Gleich neben dem kleinen MAschinenraum mit der Wärmepumpe befindet sich bereits ein unterirdischer, 1,5 Millionen Liter fassender Wassertank. In der kalten Jahreszeit entzieht die mit Gas betriebene Wärmepumpe dem Wasser die Energie. Der Clou: Ist das Wasser kurz vor dem gefrieren, fällt die größte Energieausbeute an. Die wird genutzt um die Wohnungen zu heizen. Das Wasser im Tank, das irgendwann gefroren ist, wird durch Solarenergie wieder aufgetaut.

Für die Mieter der fast 500 Wohnungen des Eisenbahnerbauverein Harburg, die an das System angeschlossen werden, ist es eine gute Sache. Die meisten haben noch Nachtspeicheröfen. Ihre Heizkosten dürften deutlich geringer ausfallen.

Umgesetzt wird das Heizkonzept von dem  Unternehmen Lengemann und Eggers aus Neuland und der wilhelmsburger Schwesterfirma Rückert. Die zehn Tonnen schwere Wärmepumpe wurde in Spanien hergestellt und auf dem Seeweg nach Hamburg gebracht. zv