PhoenixcenterHDRHarburg –  Das Phoenix-Center wird erweitert. Das ist längst klar. Nun wird nur noch darum gerungen, welchen Preis Investor ECE dafür zahlen muss. Gerungen wird an

mehreren Stellen – zum Beispiel im „Perspektivkreis“ mit Vertretern des Bezirksamts und des Investors, aber auch der Handelskammer oder der Eigentümer aus der Lüneburger Straße.

 

Zum Beispiel aber auch im Stadtplanungsausschuss, in dem Andreas Gustafsson vom Beraterunternehmen Bulwiengesa nun schon mehrfach seine Überlegungen darüber präsentiert hat, welche Auswirkungen die Erweiterung der Phoenix-Verkaufsfläche auf den übrigen Einzelhandel in der Harburger Innenstadt hätte.

Gustafsson warnt vor Nichtstun. Wegen der erstarkten Konkurrenz im weiträumigen Einzugsgebiet müsste das Phoenix-Center rund fünf Millionen Euro Umsatzverlust verkraften, wird das Center erweitert, gäbe es ein Plus von 15 Millionen Euro. Bluten müsste aber nicht nur das Umland, bluten müsste auch die Harburger Innenstadt. Allerdings nur „marginal“, wie Gustafsson betont – im Bereich „gehobene Mode“ bis zu 2,5 Prozent. Das hört sich wirklich nicht nach viel an.

Erfahrene Politiker wie der frühere langjährige SPD-Kreisvorsitzende Harald Muras lassen sich von solchen Zahlen nicht täuschen. So stellte Muras denn auch die entscheidende Frage: „Diese 2,5 Prozent sind in der Praxis ein Millionenbetrag. Kann mir jemand verraten, ob Karstadt so einen Verlust verkraften könnte?“ Der Kaufhauskonzern sei ohnehin schwer angeschlagen, da genüge manchmal nur noch ein kleiner Schubs und es gehe in den Abgrund: Muras: „Was das für Harburg bedeuten würde, muss ich wohl kaum erläutern.“ Eine verlässliche Antwort bekam Muras an diesem Abend nicht. ag