130426NeugrabenNeugraben –  Ein Rewe-Markt im Autohaus Rubbert? Nein danke! SPD, Grüne und Linke hatten diesen Plan vor einem Jahr gestoppt – um das ohnehin schon

dahindämmernde Neugrabener Zentrum vor weiteren Umsatzverlusten zu schonen. Aber was dann? Ein Jahr später hat sich noch nicht viel getan. Harburgs Chefplaner Carl-Henning von Ladiges hat zwar mal vier andere Standorte unter die Lupe genommen. Aber nach seiner Einschätzung haben die alle „einen mehr oder weniger großen Pferdefuß“.

Standort Nummer eins wäre das ehemalige Iduna-Center zwischen „Cuxe“ und Bahnhof Neugraben. Zusammen mit einer städtischen Fläche (1050 Quadratmeter) stünden dort insgesamt 5500 Quadratmeter zur Verfügung. Ob der neue Eigentümer des Centers das will und ob er einen Mieter wie das „Schweinske“ für einen Lebensmittel-Vollsortimenter dafür rausschmeißen würde, ist fraglich. Und CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer kann sich auch nicht vorstellen, wie die Zufahrt für Kunden und Anlieferer geregelt werden soll: „Kurz nach der Kreuzung Neugrabener Bahnhofstraße eine Zufahrt zu machen, würde wohl gerade Feierabendverkehr zu größeren Problemen führen. Und auf der anderen Seite ist der Bahnhofsvorplatz. Der soll doch verkehrsberuhigt werden.“

Standort Nummer zwei befindet sich auf der anderen Seite der B73, hinter der nördlichen Neubauzeile der Fußgängerzone. Gerade einmal 1450 Quadratmeter stünden dort zur Verfügung, von den Stellplätzen einmal ganz abgesehen. Tendenz: eher nicht.

Standort Nummer drei ist der Krümet-Sonderpostenmarkt an der Cuxhavener Straße mit immerhin 3450 Quadratmetern. Nach Informationen des Bezirksamt läuft der Mietvertrag dort 2017 oder 2018 aus. Kann Neugraben so lange auf einen Lebensmittel-Vollsortimenter verzichten?

Für Standort Nummer vier gab es sofort eine Reihe von Gegenstimmen. Für manch alteingesessenen Neugrabener ist die Bebauung des westlichen Teils der Markfläche ohnehin ein Tabu. Die Diskussion war auch schon in früheren Sitzungen hochgekocht, als der städtebauliche Rahmenplan für das Neugrabener Zentrum auf der Tagesordnung stand und die Gutachter an dieser Stelle Wohnbebauung vorschlugen. Im Zusammenhang mit der geplanten Neuordnung des Neugrabener Wochenmarkts machen solche Überlegungen durchaus Sinn. Aber SPD-Platzhirsch Heinz Beeken möchte die ganze Marktfläche freihalten: „Sie ist der Ort, an dem sich die Neugrabener versammeln können.“ Allerdings: Hier wäre eine zeitraubende Änderung des Bebauungsplans notwendig.

Enttäuschtes Fazit der SPD-Abgeordneten Dagmar Overbeck: „Und was haben wir jetzt gewonnen?“ Na ja, das konnte von Ladiges ihr auch nicht sagen. Er hatte ja auch nur einen Antrag der SPD-Fraktion „abgearbeitet“, die einen Sachstandsbericht angefordert hatte. ag

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