130406UmbauerHeimfeld – Der Autohändler B&K an der Buxtehude Straße ist jetzt Stützpunkt für den behindertengerechten Umbau von Fahrzeugen. Dazu kam Roland Arnold (Foto),

Chef der Firma Paravan, nach Hamburg. Er hatte zusammen mit Burkhard Weller, Chef der Weller-Gruppe, zu der auch B&K gehört, die Partnerschaft eingefädelt. In Harburgs B&K-Filialleiter David Breuer fand sich ein begeisterter Anhänger der Idee.

Paravan, dass ist ein Unternehmen, welches Pkw und Vans so umbaut, dass selbst schwerstbehinderte Menschen selbst fahren können. Bislang gibt es das in dieser Form in Hamburg und der Metropolregion nicht. Wer ein solches Fahrzeug von Paravan will, der musste bislang bis nach Pfronstetten-Aichelau fahren, ein 270-Seelen Dorf und in Baden-Württemberg, um ein Auto auf seine Behinderung anpassen zu lassen.

Bemerkenswert ist die Geschichte, wie ein Werk wie Paravan in dieses Dörfchen kam. „Ich stamme von dort“, sagt Roland Arnold. Als zweiter Sohn eines Landwirts hatte er zugunsten seines älteren Bruders auf den Hof verzichten müssen. Stattdessen wurde er Kfz-Mechaniker und dann Reifenhändler. „Ich habe mir überlegt etwas zu machen, weswegen die Menschen nach Pfronstetten-Aichelau kommen“, sagt Arnold. Dabei kam er auf den behindertengerechten Umbau von Autos.

Die Dorfgemeinschaft hielt das erst für ziemlich verrückt. Mittlerweile hat sich die Meinung geändert. Das Unternehmen ist in seiner Branche Weltmarktführer. „Wir haben Kunden, die aus Australien zu uns kommen“, sagt Arnold, der sich als genialer Tüftler entpuppte und immer neue gute Ideen hat, um Behinderten in Sachen Mobilität das Leben leichter zu machen. Dafür hat er auch zahlreiche Preise, wie den „Deutschen Unternehmenspreis“ oder den „Gelben Engel“ des ADAC abgeräumt.

Das er jetzt einen Partner in Harburg gefunden hat, erklärt Arnold so: „Ich bin von der Firma überzeugt.“ Filialleiter David Breuer ist gespannt, was auf ihn zukommt. Umgebaut werden bei B&K nämlich nicht nur Fahrzeuge der Marke BMW, sondern alle Autotypen. Das Interesse und der Bedarf sind da. Bereits am Eröffnungstag kamen unter anderem mehrere Rollstuhlfahrer, die sich für einen Umbau von Fahrzeugen nach ihren Bedürfnissen interessieren. zv