PhoenixcenterHDRHarburg - Die FDP hat ihren Widerstand gegen die geplante Erweiterung des Phoenix-Centers noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil: Sie sieht sich durch

kritische Stellungnahmen aus Wirtschaftsbehörde und Stadtentwicklungsbehörde ermutigt, einen zweiten Versuch zu unternehmen, in der Bezirksversammlung eine Mehrheit gegen die Erweiterung zu finden.

Fraktionschef Carsten Schuster hat jetzt den Antrag gestellt, Vertreter der beiden Behörden, aber auch der Handelskammer und eines Gutachterbüros, das die Situation des Einzelhandels in der Harburger Innenstadt mehrfach untersucht hatte, in den Fachausschuss für Stadtplanung einzuladen.

Im ersten Versuch war die FDP mit ihrem Widerstand gegen die Erweiterung des Phoenix-Centers um 2.550 Quadratmeter gescheitert. Sie hatte nur die Linke auf ihrer Seite.

Die Argumente der FDP: Schon bei der Baugenehmigung für das Phoenix-Center vor mehr als zehn Jahren war darauf gedrungen worden, nicht nur ein attraktives Einkaufszentrum nach Harburg zu bringen, sondern auch dafür zu sorgen, dass dieser Kundenmagnet auf attraktiven Wegen mit der Fußgängerzone Lüneburger Straße verbunden wird. Allenfalls würde es mit dem traditionellen Harburger Einkaufsstandort bergab gehen. Schuster: „Wie wir alle sehen, gibt es keine wirklich gute Anbindung. Der Lüneburger Straße geht es nicht gut.“

Die Hamburger Fachbehörden hatten dies Argument auch angeführt. Viel größer sehen sie allerdings die Gefahr, dass durch ein noch attraktiveres Phoenix-Center der Hamburger Innenstadt Kunden weggenommen werden. ag