121216GundelachHarburg – Das wird ein Elbinsel-Duell. Die Wilhelmsburgerin Herlind Gundelach (CDU) soll im Kampf um ein Bundestagsmandat gegen den Kandidaten der SPD, Metin Hakverdi, antreten. Die Kreisverbände Harburg und

Wilhelmsburg werden die ehemalige Wissenschaftssenatorin im Februar der Wahlkreisversammlung der CDU als Kandidatin für den Wahlkreis Harburg Bergedorf vorschlagen. Die Wahl gilt als sicher. Es ist bislang kein Gegenkandidat in Sicht.

„Durch ihre Erfahrung und bisherige Tätigkeiten ist Sie prädestiniert in Berlin ein gewichtiges Wort einzulegen, um die Verkehrsprobleme des Hamburger Südens auf Schiene und Straße zu lösen und beim Wohnungsbau das soziale und ökologische Gleichgewicht der Stadtteile zu wahren“, meint Ralf-Dieter Fischer, Kreischef in Harburg. Die designierte Kandidat ist „happy“. „Ich freue mich darauf, nach hoffentlich erfolgter offizieller Nominierung im Februar gemeinsam mit den Freunden aus Bergedorf, Harburg und Wilhelmsburg einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen“, so Gundelach.

 

Vor gut einer Woche war der Wilhelmsburger Bürgerschaftsabgeordnete Metin Hakverdi von seinen Genossen zum Bundestagskandidaten gewählt worden. Er hatte sich in einer Stichwahl mit 73 zu 70 Stimmen knapp gegen Frank Richter behaupten können.

Im Kampf um das Bundestagsmandat geht Hakverdi als Favorit ins Rennen. Der Wahlkreis, den es in der Form seit 2002 gibt, schickte immer einen SPD-Kandidaten in den Bundestag. Hans-Ulrich Klose konnte 2002 rund 53 Prozent der knapp 220.000 Wähler auf sich vereinen. 2005 waren es 51 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl waren es dann nur noch 39 Prozent der Stimmen, die auf ihn entfielen. Sein Konkurrent Wolfgang Müller-Kallweit von der CDU errang keine 33 Prozent. Im alten Wahlkreis Harburg stellte die SPD seit 1949 ununterbrochen den Bundestagsabgeordneten. Bis 1983 war es Herbert Wehner, danach Hans-Ulrich Klose. zv