110404galkin2Eißendorf- Innovativ, zukunftsfähig und erfrischend. Mit einer neu entwickelten Lernplattform hat sich das Team der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) mit dem Namen "Sputnik+" in das nationale Finale des Imagine Cup 2011

katapultiert. Der Technologie- und Ideenwettbewerb des Software-Giganten Microsoft, kührt jedes Jahr Software, Spiele oder Apps, die aktuelle Probleme wie Armut oder Umweltverschmutzung angehen und die Welt verbessern wollen.

Die Informatikstudenten der TUHH, um Alexander Galkin, Alexander Isakov und Murat Coban, sowie Eike Kortz von der Universität Hamburg wollen am 13. April mit ihrer Lernplattform im Finale überzeugen. Die Idee könnte das Lernen revolutuionieren - die "Tüfftler" jedenfalls hätten nichts dagegen.

Das computergestützte Üben in Schulen und außerschulischen Einrichtungen könnte erheblich verbessert werden. Weitere Profiteure könnten Dritte-Welt-Länder werden. "Dort sind viele Kinder, aber wenige und leistungsschwache Computer - deshalb war unsere Idee einfach mehr Mäuse anzuschließen", sagt Galkin. Da die Rechner außerdem häufig gestohlen werden, entwickelten die Studenten mit fest schraubbaren Boxen, eine Art Diebstahlschutz. Dann werden mehrere Mäuse angeschlossen, so dass zehn Kinder oder mehr, an nur einem Gerät Bildungssoftware oder Lernspiele bedienen können.

Für Galkin ist der Wettbewerb kein Neuland, er gehörte bereits in den vergangenen beiden Jahren zum Team. 2009 machten die Studenten mit einer Software für einen Fußgänger GPS-Guide den dritten Platz im norddeutschen Regionalfinale, 2010 sorgten sie mit einem webcam-basierten Kommunikationsgerät für Gruppenkonferenzen für Furore. Damals ergatterten sie sich den zweiten Platz im Nationalfinale.

Das Team ist heiß und brennt auf einen Erfolg. Denn sollte der Coup in München gelingen, wartet eine Reise vom 8. bis zum 13. Juli zum internationalen Finale nach New York.

Galkin schnuppert schon mal vorzeitig amerikanische Luft, er hat einen Praktikumsplatz bei Microsoft bekommen. Ab dem 6. Juli wird der Student in San Franciso in der Abteilung tätig sein, die sich um die Algorithmen der Suchmaschine "bing" kümmert. Für Galkin, der als Kind "Computerfachmann werden wollte und in seiner Heimat Russland ein Medizin-Studium absolvierte ein Meilenstein in seiner Karriere. Der Sieg im Finale und die Reise nach New-York wären das I-Tüpfelchen. (pw)