090807TUHHHarburg – Die Technische Universität bekommt einen neue architektonische Glanzpunkt. 24 Millionen Euro stehen bereit, damit die denkmalgeschützte Pionierkaserne am Schwarzenberg eine Grundsanierung bekommt und durch einen Neubau ergänzt wird. In dem neuen zentralen Hauptgebäude, das ein großzügiges Entree zum Campus bekommt, werden 4600 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. Allein 1000 Quadratmeter entfallen auf das studentische Lern- und Kommunikationszentrum, das sieben Tage die Woche geöffnet sein wird. Es werden mehrere Hörsäle, Seminarräume und die Präsidialverwaltung dort untergebracht. „Die TU kann jetzt ein Gebäude erhalten, das den Anforderungen einer modernen Hochschule gerecht wird“, sagt Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach. Der Raum wird auch dringen benötigt. Die TU platzt aus allen Nähten. Die Zahl der Bewerber ist um 57 Prozent gestiegen. Bald werden 6000 statt 5000 Studierende dort lernen.
Bis 2012 soll das neue Hauptgebäude fertig sein. In einem ersten Schritt wird ab Oktober 2010 ein Neubau  in die im Zweiten Weltkrieg durch Bomben entstandene Lücke in der Pionierkaserne eingefügt werden. Anschließend wird die Grundsanierung durchgeführt. Zehn Millionen Euro der Kosten werden durch das Konjunkturprogramm II abgedeckt. 14 Millionen Euro, davon fünf Millionen Euro aus Studiengebühren, bringen die TU und die Stadt auf.090807TUHH2
„Mit dem heutigen Tag ist unser Ziel, ein Hauptgebäude für die TU zu errichten und endlich den benötigten Raum zu schaffen, in greifbare Nähe gerückt“, freut sich TU-Präsident Edwin Kreuzer. „Mit dem Bauvorhaben wird die TU erstmals im Stadtbild sichtbar und erhält ein Eingangstor.“ Der Entwurf für das neue Hauptgebäude stammt vom renommierten Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner (gmp), das unter anderem das Maritim-Museum bei Shanghai, das Sheraton-Hotel in Ankara oder regional das Hanse Viertel oder die Harburg Arcaden geplant hat. Die Springenhof AG ist für das Baumangement zuständig.
Für Harburg geht mit den konkret werdenden Planungen ein jahrelanges Hickhack dem Ende entgegen. „Ich bin froh und erleichtert, dass die Pionierkaserne, die für Harburg als Gebäude sehr wichtig ist, erhalten werden soll“, sagt Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg. Ronald Preuß, Vorsitzender der GAL-Fraktion: "Der jahrelange Einsatz für den Erhalt der Pionierkaserne hat sich gelohnt. Statt einem gesichtslosen Glas-Metall-Neubau erhält die TUHH ein Entree, das mit internationaler Spitzenarchitektur ihrer Bedeutung angemessen ist. Ich freue mich sehr, dass dies gelungen ist."
Der Senat wird sich Anfang 2010 mit dem Gesamtprojekt befassen, wenn die Planungen abgeschlossen und die exakten Kosten ermittelt sind. (zv)