Harburg - Anders und kein Luftschloss. So soll das Neuländer Quarree werden. Der neue Besitzer des Areals im Binnenhafen, die CG-Gruppe,

hat seine Planungen vorgestellt und ist damit auf die Gegenliebe der Großen Koalition aus SPD und CDU in Harburg gestoßen. Der neue Masterplan sieht zwar wie vorher eine Mischung aus Gewerbe mit  Einzelhandel, Gastronomie, Kita, Technologie, Büros, oder Boardinghouse, sowie Hotel und Wohnungen vor. Die Anordnung der Gebäude wird aber anders sein. Am deutlichsten wird das durch die neue Positionierung des geplanten Wohnhochhauses, dass nicht wie ursprünglich geplant an der Nartenstraße Ecke Neuländer Straße stehen wird, sondern seinen Platz mehr in der Mitte am Kanal findet. Dazu ist in dem Bereich eine Freitreppen zum Wasser geplant.

Neu ist auch, dass nicht mehr in Etappen, sondern in einem Stück gebaut werden soll. Der Zeitplan ist grob skizziert. Zunächst muss für das Vorhaben der Bebauungsplan geändert werden. Dann sollen im dritten Quartal 2019 die Arbeiten anfangen. Mit der Fertigstellung des gesamten Areals wird im letzten Quartal 2022 gerechnet. Besonders erfreut ist die Harburger Politik darüber, dass mit der CG-Gruppe ein solventer Investor das Projekt realisieren will, der auf eine Etappenbauweise verzichtet. "Dadurch wird die bisherige Sorge beseitigt, dass lediglich Teilbereiche errichtet werden und im Übrigen Brachflächen verbleiben", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von SPD und CDU.

Und weil der neue Plan, "ein Freizeit- und Erlebnisraum entsteht, der auch die Wasserflächen erlebbar macht", wie es im Politiker-Schnack so schön heißt, also man durch die Treppen bis ans Wasser kommt, soll der moderiger und belastete östliche Bahnhofskanal saniert werden. Dazu, so hofft man, wird man EU-Gelder bekommen. zv