Harburg – Das war zu erwarten: Ende Januar waren im Bezirk Harburg 315 Personen mehr arbeitslos als noch zum Jahresende. Jetzt sind 7069 Frauen und Männer

ohne Job. Blickt man dagegen ein ganzes Jahr zurück in den Januar 2017, sieht es schon ganz anders aus. Plötzlich steht da ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 558 Personen.

Dennoch: Kurzfristig ist da eine Zunahme. Kann man das noch positiv werten? „Für jeden Einzelfall, der hinter diesen 315 Menschen steht, kann die Antwort nur ,nein’ sein“, sagt Sönke Fock, Chef der Hamburger Arbeitsagentur. „Nein vor allem deshalb, weil individuelle Arbeitslosigkeit in der Regel nicht selbst zu verantworten ist und weil gerade zum Jahresende befristete Arbeitsverhältnisse dann doch nicht verlängert wurden.“ Das lasse die Zahl der hiervon Betroffenen zu Beginn eines jeden Jahres stark ansteigen.

Zwei Aspekte geben nach Ansicht von Fock aber Anlass zu Optimismus: Volle Auftragsbücher im Handwerk, bei den technischen und wirtschaftlichen Dienstleistungen, der Industrie, aber auch die Auslastungen im Gesundheits- und Erziehungswesen oder der stetig steigende Tourismus sorgten für feste Arbeitsverhältnisse und einer hohen Nachfrage nach neuem Personal. Außerdem nehme  die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Hamburg seit Jahren stetig zu und eile von einem Rekord zum nächsten.

Ines Rosowski, Leiterin der Arbeitsagentur Harburg, sieht aktuell für Frauen und Männer aus den folgenden Berufen gute Chancen für einen neuen Job: Altenpfleger, Betriebsschlosser, Empfangskräfte (für Ergo- und Physiotherapiepraxen), Erzieher, Fahrlehrer, Gesundheits- und Krankenpfleger, IT-Fachkräfte, Medizinische Fachangestellte, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Verkäufer. ag