NIT

Harburg - Die Harburger NIT-Studenten Alexander Kasinec und Andrew Moakes wollen Großes erreichen: Mit ihrem mobilen Sensor "Flugilo"

können Flugzeuge schnell und sicher bewegt werden. Das kleine Gerät könnte der Flugzeugindustrie Millionen sparen.  

Flugsicherheit wird in Deutschland großgeschrieben. Airlines müssen ihre Flugzeuge regelmäßig warten. Alle sechs bis zehn Jahre wird jedes Flugzeug auseinandergebaut und generalüberholt. Die engen Flugzeughallen stellen dabei eine Herausforderung dar. Kollisionen mit anderen Flugzeugen, Fahrzeugen oder Wänden stehen an der Tagesordnung. "Für die Reparatur von so entstandenen Schäden muss die Flugzeugindustrie jährlich mehrere Millionen Euro ausgeben. Wir von Flugilo glauben, dass wir diese Kosten mit unseren Sensoren signifikant reduzieren können", erklärt Andrew Moakes, Mitbegründer von Flugilo.

Bisher ist es sehr aufwendig, ein Flugzeug zu bewegen. Bodenpersonal läuft unter den Tragflächen und dem Heck entlang und weist den Piloten in die Parkposition. Das kann bis zu 60 Minuten dauern und ist mit hohen Personalkosten verbunden. Genau das möchten Alex und Andrew mit ihrem Start-up Flugilo ändern.

Mit Hilfe von Saugnäpfen wird ihr mobiler Sensor an den Tragflächen befestigt. Ähnlich wie bei der Einparkhilfe eines Autos zeigt das Gerät, ob sich das Flugzeug zu nah an einem Gegenstand befindet. Laut Flugilo könnte schon ein Sensoren-Set große Ersparnisse im Bereich Reparatur- und Personalkosten erzielen.

Die Idee der Studenten findet viel Anerkennung. Beim diesjährigen Uni-Pitch, dem gemeinsamen Gründer-Event der Hamburger Hochschulen, erreichten sie das Finale. Aktuell testen sie einen selbstgebauten Prototyp an einem echten Flugzeug.

Das Feedback aus der Industrie ist positiv. Um ihren Prototypen weiterzuentwickeln, suchen Alex Kasinec und Andrew Moakes noch nach Investoren. (cb)