Harburg – Auch wenn Uli Wachholtz, Präsident des  Unternehmerverbands Nord, gerade ein Nord-Süd-Gefälle beim Wachstum in Deutschland beklagt hat, kann das

nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Norden für die Zukunft gut aufgestellt ist: Hamburg ist die deutsche Gründerhauptstadt. Und Harburg mischt da kräftig bin – zum Beispiel im Startup Dock in der Harburger Schloßstraße. Hier werden nicht nur zukunftsfähige Ideen entwickelt, sie werden auch dank der Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Unterstützung von einem breiten Verbund aus Institutionen und Unternehmen umgesetzt und mit der Gründung von Unternehmen an den Markt gebracht.

Ein ganz junges Unternehmen ist zum Beispiel Breeze, übesetzt "Brise" wie laues Lüftchen, das einen neuen Sensor entwickelt hat. Er soll helfen, die Stadtluft von Schadstoffen zu befreien. Dafür ist Breeze Technologies vor kurzem mit dem Hamburger Gründerpreis ausgezeichnet worden. „80 Prozent der Startups erweisen sich als erfolgreich“, sagt Dr. Christian Salzmann, Executive Director des Startup Docks. Harburg bilde einen geradezu idealen Mikrokosmos  für Unternehmensgründungen. Hier gebe es beste Voraussetzungen, um an bestehende Strukturen anzudocken und von einem industriellen Umfeld zu profitieren, das genau die Technologiebereiche umfasse, aus denen die Zukunft besteht.

Dass die Voraussetzungen noch besser werden, dafür sorgt auch Martin Mahn, CEO von TuTech und Hamburg Innovation, den beiden privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen der Technischen Universität in Harburg und der Stadt Hamburg. Sie sind die Schnittstellen zwischen Forschung und Markt und tragen aktiv zu einer intensiven Vernetzung von Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei. Mahn: „Wir wollen die Wandlung des Binnenhafen-Quartiers fördern. Hier entsteht einer der interessantesten Innovationsstandorte Deutschlands.“ ag