Harburg – Der Harburger Arbeitsmarkt stand zum Ende des Jahres ganz gut da. Anders als in der Republik oder in ganz Hamburg stieg die Zahl der Arbeitslosen südlich der

Elbe nicht an. Im Gegenteil: Die Agentur am Harburger Ring konnte sogar einen – wenn auch kaum wahrnehmbaren – Rückgang um zehn Personen melden. Das war  gegen den großen Trend. Und im Vergleich zum Jahresende vor einem Jahr waren es sogar 386 arbeitslose Frauen und Männer weniger.

Aber: Immer noch sind im Bezirk Harburg 6757 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 8,0 Prozent. Langzeit-Statistiker wissen: Das ist der niedrigste Wert seit 24 Jahren. Gleichzeitig ist es der Höchstwert an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Gleichzeitig haben es besonders ältere Bewerber, Menschen mit Behinderung oder Alleinerziehende trotz guter Referenzen schwer, einen neuen Job zu finden zu finden. Bei ihnen ist das Risiko einer längeren Arbeitslosigkeit höher ausgeprägt als bei anderen Arbeitsuchenden. Sönke Fock, Chef der Arbeitsagentur Hamburg: „Dies sind gesamtgesellschaftliche, wirtschaftliche aber auch persönliche Herausforderungen.“ Personalentscheider fordert er eindringlich auf, sich diesen Bewerbern gegenüber vorbehaltlos zuzuwenden. Eine Behinderung, reichlich Lebens- und Berufserfahrung oder aber eine längere ungewollte Arbeitslosigkeit stünden der Besetzung eines freien Arbeitsplatzes keinesfalls entgegen. Bestehenden Fachkräftebedarf in den Betrieben könne also wirksam begegnet werden, gerade über ein kurzes Betriebspraktikum sind Motivation, Fachlichkeit und Eignung passender Bewerber leicht abzuklären und Stellen zu besetzen.

Bei der Agentur Harburg haben zurzeit Frauen und Männer aus diesen Berufen gute Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz: Altenpfleger, Bäcker, Chemisch-technische Assistenten, Erzieher, Friseure, Gesundheits- und Krankenpfleger, IT-Fachkräfte, Medizinische Fachangestellte, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauer. ag