090706Fischfang4Binnenhafen - "Klimzug-Nord" heißt das Projekt, das Lösungen für die Auswirkungen des Klimawandels in der Metropolregion sucht. Koordiniert werden die einzelnen Abschnitte von der TuTech

 im Binnenhafen. "Es werden Strategien gesucht, wie man den Naturschutz und die Wirtschaft darauf einstellt", sagt TuTech-Sprecher Arne von Maydell. Für eines der Projekte ist der Kutter der Elbfischer Walter Zeeck und dessen Sohn Claus gechartert worden. An Bord ist das Team um Dr. Ralf Thiel, dem Leiter der Abteilung Fischkunde im Zoologischen Museum der Uni Hamburg. An elf stellen zwischen Hamburg und Cuxhaven werfen sie die Netze aus, um Fische zu fangen, die dann vermessen und gewogen werden. "Dazu erfassen aber wir auch Parameter wie Sauerstoff- und Salzgehalt des Wassers oder die Temperatur“, sagt Thiel. So soll herausgefunden werden, wie sich die Umweltbedingungen auf die Fische auswirken. Jetzt war der Kutter in der Hahnhöfer Nebenelbe unterwegs. Das sauerstoffreiche Flachwassergebiet gilt als die Kinderstube der Elbfische. Thiel ist sich sicher, dass die Elbe verändern wird. Und das immer schneller. Neue Arten werden hinzukommen. Andere Arten werden verdrängt. Gegen Vieles wird man nichts machen können. In anderen Fällen kann der Mensch eingreifen. So plädiert Thiel dafür einen Bypass um den Hamburger Hafen zu legen, um mehr sauerstoffreiches Wasser zu bekommen. Dafür müsste man die Alte Süderelbe wieder aktivieren. (zv)

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