Harburg - Das DRK-Harburg ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Das verdeutlicht der Geschäftsbericht für 2016, der jetzt auf der Mitgliederversammlung vorgestellt wurde. 1106 Menschen

arbeiten bei der Hilfsorganisation. Damit hat sich die Zahl der Mitarbeiter seit 2006 mehr als verdoppelt. In den DRK-Kindergärten werden 2.605 Kinder betreut. Mit 860 Menschen sind an die Hausnotruf-Versorgung durch den Kreisverband angeschlossen. Das Kriseninterventionsteam, das sich ehrenamtlich um die Psychosoziale Notfallversorgung kümmert, war mit 314 Einsätzen im vergangenen Jahr fast täglich gefragt. Auch das ist ein Rekord. Präsident Lothar Bergmann stellte DRK-Projekte wie die neue Übergangskita Plaggenmoor in Neugraben, die Obdachlosenhilfe an der Außenmühle, die Angebote für jüngere Demenzkranke sowie erste Ideen für in Planung befindliche Einrichtungen vor. Im Bereich Rettungsdienst und Krankenbeförderung in dem 170 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurden 2016 rund 38.000 Einsätze gefahren.

Probleme hat das DRK dagegen bei den Mitgliederzahlen. Lag sie 2006 noch bei 9441, waren im vergangenen Jahr nur noch 7926 Mitglieder verzeichnet. Auch die Zahl der Förder hat abgenommen. Sie ging von 8526 in 2006 auf 6401 im vergangenen Jahr zurück. "Heute wird mehr für ganz konkrete Projekte gespendet", sagt Bergmann.

Finanziell steht der Kreisverband dennoch gut da. 2016 wurde ein Umsatz von über 73 Millionen Euro erzielt. Das sind rund 26 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Anstieg kommt zum Großteil aus den Einnahmen aus Zweckbetrieben und anderen Betrieben. Die Betreuung von Flüchtlingen spielte dabei eine entscheidende Rolle. Gestiegen sind aber deutlich die Kosten für Materialaufwand mit einem Plus von rund 20,2 Millionen Euro und die Lohnkosten, die mit knapp 28 Millionen Euro fast 5,8 Millionen Euro höher lagen als im Vorjahr. Auch hier machte die Betreuung von Flüchtlingen den Löwenanteil der Ausgaben aus. Insgesamt so hieß es aus dem DRK, seien die Flüchtlingsbetreuung und der Rettungsdienst unter dem Strich Kostenfaktoren. Zudem haben die Spendenbereitschaft im Zusammenhang mit Flüchtlingen nach den sexuellen Übergriffen vorwiegend durch Flüchtlinge in Köln und Hamburg zum Jahreswechsel 2015/2016 deutlich abgenommen. Der Jahresüberschuss ging auch deshalb von 2,436 Millionen Euro in 2015 auf 1,646 Millionen Euro im vergangenen Jahr zurück. zv