Harburg – Carsharing wird gern von der Politik als eines der Mobilitätskonzepte der Zukunft gesehen. In Harburg funktioniert es offensichtlich nicht so wie geplant. Der

Anbieter Car2go, hinter dem Mercedes steckt, hat in Harburg sein Geschäftsgebiet, der Bereich, in dem Fahrzeuge nach der Nutzung wieder abgestellt werden können, deutlich verkleinert. Sprecherin Vera Fingster spricht von einer „leichten Anpassung“. Tatsächlich wurde das Gebiet locker mehr als halbiert. Große Teile von Eißendorf und Heimfeld, so zeigen es die Grafiken auf der Internetseite des Anbieters, gehören nicht mehr zum Geschäftsgebiet von Car2go. Auch Teile des Binnenhafens sind ebenfalls rausgenommen worden. Erhalten blieb als „Insel“ die Station am Krankenhaus Harburg und eine Station nahe des Mercedes-Werks in Bostelbek. Die Begründung für die Verkleinerung des Geschäftsgebietes liefert Fingster auch. „Damit das Prinzip des free-floating Carsharing ohne feste Mietstationen optimal funktioniert, müssen die Fahrzeuge mehrmals am Tag angemietet und bestenfalls von den Kunden selbst in der Stadt verteilt werden. Unsere Analysen haben gezeigt, dass dies nicht überall der Fall war – entsprechend wurden diese Orte aus dem jeweiligen Geschäftsgebiet entfernt.“ Woanders läuft es laut Fingster besser. Dort wurden Geschäftsgebiete erweitert.
Anders sieht es bei Drivenow aus, dem Anbieter von BMW. „Wir verkleinern das Geschäftsgebiet nicht“, sagt deren Sprecher Niklas Merk zu den Planungen für den Bereich Harburg. zv