Heimfeld – Innensenator Andy Grote hat sich, die Sicherheitsbehörden und den anstehenden G20-Gipfel in Hamburg gut verkauft.

Bei der Monatsveranstaltung des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden im Privathotel Lindtner machte er deutlich, dass die Polizei gut aufgestellt sei und auch adäquat auf Kriminalitätsentwicklungen reagiere. Als Beispiel nannte Grote die Soko „Castle“, die gegen professionelle Einbrecher vorgeht. Die Zahlen bei diesem Delikt sind aktuell rückläufig. „Das zeigt, dass die Polizei und der Staat solchen Entwicklungen nicht hilflos gegenüber steht“, so Grote. Auch in anderen Bereichen sei die Kriminalität rückläufig. „Grote: „Das ist schon ein ziemlich gutes Bild.“

Grote legte auch ein klares Bekenntnis zum G20-Gipfel in Hamburg ab. „Ich bekomme oft die Frage gestellt, warum der Gipfel in Hamburg stattfindet“, so Grote. „Ich finde, dass es auch eine grundsätzliche Haltungsfrage ist. Hamburg ist eine große Stadt und wir haben einen internationalen Anspruch.“ Dann könne man nicht sagen, die großen internationalen Veranstaltungen sollen woanders stattfinden. „Es gehört zu unserer Stadt mit ihrer Ausrichtung und ihrem Selbstverständnis dazu“, so Grote mit Blick auf die Internationale Prägung der Stadt. „Wir glauben auch an den friedlichen Austausch, an die Diplomatie, wir glauben an Verständigung und internationalen Dialog. Das ist ein Hamburger Credo.“ Dazu gehöre auch ein G20-Gipfel. „Wir trauen uns das auch zu“, so Grote. „Hamburg kann das. Auf allen Ebenen.“

Das eine Metropole wie Hamburg Austragungsort ist, sei laut Grote ein Sachzwang. Ein G20-Gipfel sei im Gegensatz zu einem Treffen der G8 oder G7 deutlich umfangreicher. Insgesamt kommen 35 Delegationen und Journalisten aus aller Welt – insgesamt um die 10.000 Menschen. „Die kann ich niemals in kleinen, dörflichen Strukturen unterbringen.“ Für die Logistik brauche man eine Großstadt. Deshalb habe der G20-Gipfel auch immer in Großstädten stattgefunden. Als Austragungsort komme ausschließlich die Messe in Frage, weil sie den Platz biete.

Das der G20-Gipfel nötig sei, steht für Grote außer Frage. „Es ist die wichtigste Internationale politische Plattform, die wir zur Zeit haben“, so der Innensenator. Die G20-Staaten verträten nicht nur den Großteil der Wirtschaftsmacht der Welt, sondern auch die meisten Menschen. Die Mitglieder von G20 seien besser in der Lage sich abzustimmen, als die 200 Mitgliedsstaaten der UNO, wo „praktisch nie eine Einigung zustande kommt“. Die G20-Länder hätten durch ihre Position und ihr Gewicht die Möglichkeit „Dinge in eine bessere Richtung zu steuern“ und „die Verantwortung es zu versuchen“. Man könne nicht garantieren, dass bei einem G20-Gipfel „etwas Sinnvolles rauskommt“. „Aber eines ist auch klar“, so Grote. „Wenn nicht geredet wird, kommt auf jeden Fall nichts heraus.“ Ohne solche Veranstaltungen ginge es „auf keinen Fall“.

Für Hamburg sieht Grote einen positiven Effekt. Hamburg halte sich für wesentlich bekannter, als es ist. Der Gipfel werde die Stadt in den Blick der Weltöffentlichkeit rücken.

Grote nahm sich über eine Stunde Zeit für seinen Vortrag, der mit mehr als höflichen Applaus quittiert wurde. „Der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden hat nördlich der Elbe und auch beim Senat einen guten Klang“, hatte Grote gesagt. Er habe sich gefreut, „das eine oder andere Wörtchen“ dort sagen zu dürfen. zv

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