Heimfeld – Es hat, wie Hamburgs höchster Polizeibeamter Wolfgang Brand sagte, die „heiße Phase“ vor dem G20-Gipfel begonnen, der am

7. Und 8. Juli in Hamburg stattfindet und zu dem nicht nur die wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt, sondern auch viele Demonstranten, darunter mehrere

tausend gewaltbereite Linksautonome, erwartet werden. Entsprechend groß war das Interesse an der Monatsveranstaltung des Wirtschaftsvereins im Privathotel Lindtner, bei der Polizei-Vizepräsident interne Einblicke in die Vorbereitungen der Polizei bot. Gut 90 Zuhörer hatten sich angemeldet. Darunter waren auch Staatsrat Christoph Holstein aus der Innenbehörde oder Oberstleutnant Remmer Kutcher,  Leiter des Stabes in der Reichspräsident-Ebert-Kaserne in Iserbrook.

In seinem Vortrag verdeutlichte Brand, dass der Einsatz nicht nur schwierig während der gut 24 Stunden sein wird, in denen sich die Staatsoberhäupter in Hamburg aufhalten. Die Vorbereitungen seien eine Mammutaufgabe. „Der Einsatz ist die größte Herausforderung, die die Hamburger je hatte“, so Brand. Aktuell arbeiten in dem anfangs mit 15 Mitarbeitern besetzten Vorbereitungsstab 80 Beamte. Das sei das „Kernteam“. Daneben ist laut Brand fast jeder Mitarbeiter der Polizei an den Vorplanungen „irgendwie beteiligt“. Zudem sind rund 500 Mitarbeiter ab April ieingesetzt, um den Einsatz logistisch vorzubereiten. „Der Einsatz besteht nicht nur aus der Polizei, die auf der Straße agiert“, so Brand. „Auch im Hintergrund muss sehr viel getan werden.“

Verlässliche Prognosen über die Zahl der anreisenden Gewalttäter unter den Gegendemonstranten und den Umfang der Ausschreitungen, könne man 99 Tage vor dem Gipfel, so Brand am Donnerstagabend, nicht abgeben. Bislang sei lediglich klar, wer auf Seiten der Staatsgäste kommen wird. Bei den Gipfel-Gegner sei das nicht absehbar und hänge von dem Mobiliserungserfolg ab, der sich erst in den nächsten Wochen und Monaten abzeichne. Eine Botschaft hatte Brand auch für den Süden der Stadt dabei. „In Harburg“, so der Polizeivizepräsident, „wird man von dem Gipfel nicht so viel spüren.“ Auch das Binnenhafenfest, dass im Juni stattfindet, sieht Brand durch den Einsatz im Juli nicht gefährdet. zv

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