Harburg – „Werk 68 – Wir bauen Zukunft“. Das ist das aktuelle Mantra des Mercedes-Benz-Werks in Bostelbek, mit dem sich der „Standortverantwortliche“

Wolfgang Lenz und seine gut 2.500 Mitarbeiter im großen Umbruch der Mobilitätsbranche Mut machen. Tatsächlich wird Werk 68 eine der Speerspitzen beim bevorstehenden Einstieg in die Elektromobilität, hier sollen elektrische Hinterachsen und elektrische Antriebsmodule produziert werden.

Schon vor einem Jahr verkündete das Unternehmen, rund 500 Millionen Euro für den Umbau des Bostelbeker Werks in die Hand zu nehmen. Jetzt wollte der Harburger Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus noch einmal ein paar Details erfahren, doch Wolfgang Lenz hatte nicht viel Neues zu berichten, und auch wie viel von den 500 Millionen Euro in die Produktion von neuen Produkten der Elektromobilität investiert werden, wollte er nicht preisgeben.
Immerhin: Der Umbruch wird zunächst keine Arbeitsplätze kosten, auch wenn Experte davon ausgehen, dass mit zunehmenden Anteil von Elektroautos die Produktion stark vereinfacht wird – zumal Komponenten wie Kupplung oder Getriebe voll kommen entfallen.

Auch wenn nach dem internen Umbau des Werks alle Grenzwerte für Lärm und andere Immissionen eingehalten werden sollen, scheint die Kommunikation mit den Nachbarn in Bostelbek noch verbesserungsfähig zu sein. Man habe zwar den Vorsitzenden der Bostelbeker Siedler über alles informiert, doch Anwohnerin Jasmin Garlipp, die seit Jahrzehnten besonders hellhörig ist, wenn es um Umweltbelastungen für ihren Wohnort geht, hatte von den Umbauplänen noch nicht viel gehört. ag