Harburg – Der Nebel um die Zukunft der alten Harburger Gummifabrik lichtet sich langsam. Tatsächlich scheint der Abriss der Traditionsimmobilie vom Tisch zu sein. Der Schweizer

Paul Bauer-Schlichtegroll hat die ehemaligen Gebäude der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie am 5. Dezember 2016 an den Hamburger Barthold Richters verkauft. Das berichtet die Immobilien-Zeitung in einer aktuellen Ausgabe.

Richters ist Gründer des Unternehmens MeridianSpa, das in Norddeutschland mehrere Wellness-Center betreibt. Doch im vergangenen Jahr ist Richters aus dem Unternehmen ausgeschieden, hat unter anderem die HafenQuartier Harburg Grundstücksgesellschaft gegründet und ein Konzept für ein Wellness-Center im denkmalgeschützen Gebäude der New-York Hamburger entwickelt. Das soll nun HafenQuartier-Geschäftsführer Michael Hoffmann umsetzen. Einer seiner ersten Schritte: die Website m-lounge.de, auf der schon mal ein optischer Eindruck von einem Schwimmbecken in luftiger Höhe mit Blick auf den Lotsekanal gewährt wird.

Für Verwirrung hatte eine Pressekonferenz der Harburger CDU-Fraktion gesorgt, bei der deren Vorsitzender Ralf-Dieter Fischer über die Pläne berichtet hatte und sich offenbar vom Namen Barthold Richters hat täuschen lassen. Da dessen neue Firma, die HafenQuartier Harburg, an der gleichen Adresse – nämlich Wandsbeker Zollstraße 87-89 –  wie sein früheres Unternehmen residiert, war Fischer davon ausgegangen, dass MeridianSpa der Betreiber des neuen Wellness-Centers ist. Das hat MeridianSpa inzwischen aber dementiert.

HafenQuartier plant laut Immobilien-Zeitung im westlichen Bereich des 11.600 Quadratmeter großen Areals einen zwölfgeschossigen Neubau mit einem Wellness-Center als Ankernutzung. Im mittleren Teil der Bebauung, also im denkmalgeschützten Bereich entlang der Neuländer Straße sind 60 Wohnungen in zwei Wohntürmen vorgesehen. Und hinter den nitrosaminverseuchten Mauern sollen durchlüftete Parkflächen errichtet werden. ag