Harburg – Vor zwei Wochen waren Wirtschaftssenator Frank Horch und der Chef Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Dr. Rolf Strittmatter

schon mal in Harburg – bei der Präsentation des 150-Millionen-Euro-Projekts Hamburg Innovation Port. Jetzt waren Horch und Strittmatter schon wieder da, um gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Thomas Völsch den ersten Spatenstich für den Logistikpark HUB+ Neuland an der A1-Anschlussstelle Harburg zu vollziehen. Keine Frage: In Harburg tut sich was.

Das Grundstück war seit Jahrzehnten ein begehrter Standort – von der A1 mit mehr als 100.000 Fahrzeugen gut sichtbar und mit hervorragender Anbindung. Ende der 1980er-Jahre war ein Ikea Möbelhaus Möbelhaus im Gespräch, als Ergänzung zum damals einzigen Hamburger Standort in Schnelsen. Doch dann kam die Deutsche Einheit, und Ikea entschied sich für Moorfleet, um den neuen Kunden aus Mecklenburg-Vorpommern ein Stück entgegenzukommen.

2007  entschied der Senat schließlich, die Flächenentwicklung und Ansiedlung von Logistikunternehmen zu forcieren. Zweieinhalb Jahre wurde NUB+ Neuland geplant, dabei tauchten plötzlich seltene und auch seltsame Tierarten wie der „Furzfisch“ auf, aber das wurde sorgsam abgearbeitet. Nun geht’s also los. Frank Horch: „Hamburg ist eine der dynamischsten Logistikstandorte Nordeuropas und in Deutschland aus Sicht der Branche der attraktivste Standort. Mit dem neuen Standort in Neuland tragen wir zur Entspannung auf dem angeheizten Markt für Logistikflächen im Stadtstaat Hamburg bei.“

Thomas Völsch, der in der Harburger Wirtschaft einen guten Ruf genießt, erinnert daran, dass die Planung eines von 19 Hamburger Klima-Modellquartieren mit Nachhaltigkeitsanspruch für Gewerbeimmobilien eine besondere Herausforderung für das Bezirksamt war. Jetzt wird der Standort erst einmal aufgeschüttet und das Entwässerungssystem wird angepasst. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2020 geplant. ag