Harburg – Wie überzeugt man Luftverkehrsgesellschaften davon, ihre Flieger wie die Zugvögel in Keilformation loszuschicken? So müsste nur das erste Flugzeug den vollen Luftwiderstand überwinden,

die folgenden würden von den Wirbelschleppen der vorausfliegenden profitieren und erheblich weniger Kerosin verbrauchen. Mit solchen Fragen beschäftigen sich Prof. Dr.-Ing. Volker Gollnick und sein „tolles Team von Querdenker“ im Harburger Binnenhafen, genauer im „Goldfisch“ an der Blohmstraße.


Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist Platz für Vordenker der internationalen Luftfahrt – und ein weiteres eindrucksvolles Beispiel dafür, welch herausragende Kompetenz sich rund um Technische Universität, TuTech und hit Technopark  versammelt hat. In den Schlüsseltechnologien Luftfahrt, Schifffahrt und Automobilbau muss die Region keinen Vergleich mit weltweit strahlenden Kompetenz-Leuchttürmen wie dem Silicon Valley scheuen. Eigentlich.

Aber Hamburgs Entscheider nehmen das nur schleppend zur Kenntnis. Außer guten Worten und ein paar eilig skizzierten Konzepten ist aus der Handelskammer nicht viel zu hören, sie hat klare Präferenzen für Projekte nördlich der Elbe. Das bekommen auch Gollnick und sein tolles Team zu spüren. Und so äußerte in vielen Gespräch immer mal wieder den Wunsch nach einem Senatorenbesuch. Damit kann man zumindest Aufmerksamkeit erzielen.

Die Bezirksfraktion der Grünen in Harburg hat den Wunsch aufgegriffen und ihrer Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Katharina Fegebank, vorgeschlagen, auf ihrer Sommertour durch die Bezirke doch mal das DLR zu besuchen.

Das hat sie getan, und der Besuch hat Wirkung gezeigt. Mit leuchtenden Augen folgte sie den Schilderungen, was das tolle Team so alles erforscht und sicher stieg ihre Aufmerksamkeit, als immer wieder das Thema „Ökologie“ angesprochen wurde.

Fegebank zeigte sich jedenfalls sichtlich beeindruckt und fühlte sich ermutigt an ihrem Plan festzuhalten: „Mit dieser Region haben wir noch viel vor.  Das Potenzial ist einfach unglaublich, das wollen wir heben.“   Inwischen haben auch andere Gollnicks Wunsch gehört: Am Mittwoch kommt auch Wirtschaftsenator Frank Horch. ag