160315Phoenix2Harburg – Am Donnerstag eröffnet der neue Food Court im Basement des Phoenix-Centers. Noch wird gewerkelt. Kaum zu glauben, dass es bis dahin fertig wird.

Centermanager Thomas Krause bleibt gelassen. Er ist sich sicher: am Donnerstag wird das rote Band zur Eröffnung durchgeschnitten. Dann schmeißen elf Gastrobetriebe, vom Pommes-Spezialisten bis zum Sushi Koch Herd und Kühlschrank an. Auch im restlichen Center tut sich war. Durch die Erweiterung hat sich Hennes & Mauritz vergrößert. Mit About You hat man einen bislang reinen Online-Anbieter, der sein erstes Ladengeschäft hier eröffnet.

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Blick in den fast fertigen Food Court. Fotos: zv

Die Erweiterung des Phoenix-Centers ist für den Standort von strategischer Entscheidung. Das sagen die Protagonisten. Centermanager Krause stellte noch einmal die Entwicklung im Einzugsgebiet vor. Das liegt im südlichen Hamburg und wird durch die Fahrzeit von maximal 45 Minuten zum Phoenix-Center definiert. Mehr als 600.000 Menschen leben in dem Gebiet, in dem sich viel getan hat. Viele davon gelten als äußerst attraktive Zielgruppe. „In den vergangenen zehn Jahren gab es eine rasante Wettbewerbsentwicklung“, sagt Krause. Das macht er an Zahlen und Standorten fest. In Buxtehude hat in der Zeit Stackmann mit über 15.000 Quadratmeter eröffnet. In Buchholz ist ein neues Einkaufscenter entstanden, in dem H&M oder C&A zu finden sind. „Beide Anbieter gab es bis dahin überhaupt nicht in dem Bereich, aber in Harburg“, so Krause. In Lüneburg, durch die Autobahn schnell erreichbar und mit einer attraktiven Innenstadt,  hat sich Peek & Cloppenburg vergrößert. Darauf habe man reagiert. „Es geht darum die gute Position, die wir haben, zu erhalten“, sagt Krause.

Dr. Jan Röttgers, Projektverantwortlicher bei ECE, dem Unternehmen, zu der das Phoenix-Center gehört, spricht von einer „maßvollen Erweiterung“ des Phoenix-Centers, die Harburg zugute kommt. Das Engagement der Einzelhändler spreche für den Standort. Sein Fazit: „Auch sie kommen hierher oder vergrößern sich, weil sie an den Standort glauben.“

Vor allem von den Besitzern von Immobilien rund um die Lüneburger Straße im Harburger Innenstadtbereich, von denen 88 in dem kurz vor dem Scheitern stehenden BID organisiert sind, war Kritik an der Erweiterung gekommen. Die Fußgängerzone ist bereits seit Jahren in einem Abwärtsstrudel. Dort sieht man das Phoenix-Center als Konkurrenz und die Erweiterung als Schwächung. Das sieht Röttgers von ECE anders. „Wir müssen uns als eine Innenstadt begreifen“, sagt er. Zudem verweist er auf einen Millionenbetrag, den ECE für eine Verbesserung des City-Bereichs bereitgestellt hat. Konzepte schmieden und umsetzen, müssten aber die Akteure vor Ort. zv

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Veröffentlicht 15. März 2016