090624TerminalsWaltershof - Die HHLA schickt zum 1. Juli über 2000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Damit zieht das Logistikunternehmen die Konsequenzen aus dem dramatischen Rückgang der Containerumschlagszahlen. Rund 25 Prozent Waren, so die Prognose, werden in diesem Jahr weniger im Hamburger Hafen umgeschlagen. Die HHLA will durch die Kurzarbeit 250 bis 300 Arbeitsplätze retten. An Qualifizierungsmaßnahmen in Kopplung mit der Kurzarbeit sollen sich rund 250 Mitarbeiter beteiligen. Die Masse, 200, soll an langfristigen Weiterbildungen teilnehmen, die mehr als ein halbes Jahr dauern. Im Vorfeld wurden mit der Agentur für Arbeit verschiedene Angebote ausgearbeitet.Im Mai hatte die HHLA, die auch das Terminal in Altenwerder betreibt, noch angekündigt, dass lediglich 600 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. „Als Drehscheibe für Güter aller Art, trifft der stark reduzierte Warenhandel daher besonders international agierende Hamburger Unternehmen“, erklärt Rolf Steil, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg die Situation. HHLA-Personalvorstand Heinz Brandt will die Kurzarbeit für die Weiterbildung des Personals zu nutzen, damit man besser für die Zukunft aufgestellt sei. „Die Kollegen bei der HHLA akzeptieren die Kurzarbeit als ein wesentliches Mittel, um e Arbeitsplätze auch in Zeiten starker Mengenrückgänge im Containerumschlag und -transport zu sichern“, sagt Arno Münster, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats. Dass auch die Kombination von Kurzarbeit und Qualifizierung auf große Zustimmung treffe, zeige die hohe Zahl von über 150 Freiwilligen, die sich allein auf dem Container Terminal Burchardkai bereits jetzt für eine Weiterbildung gemeldet hätten. (zv)