150526Demo1Harburg – Nicht den roten Teppich, sondern den Zebrastreifen hatten am Dienstagabend Demonstranten den Abgeordneten der Bezirksversammlung vor dem

Harburger Rathaus ausgerollt. Es war eine Aktion der Initiative „Verkehrssicherheit Heimfeld“, die auf dem Milchgrund und auf dem Eißendorfer Pferdeweg Ampelanlagen oder Zebrastreifen und Tempo in beiden Straßen fordern. Es handelt sich in erster Linie um Eltern, die mit ihren Kindern in der Umgebung wohnen. Die Verhältnisse müssen, glaubt man den Demonstranten, dramatisch, die Straßen echte Raudistrecken sein. So berichtet eine Mutter davon, dass sie fast jedes Mal von rücksichtslosen Auto fahren angehupt wird, wenn sie mit ihrem Wagen auf ihr Grundstück einbiegen will. Wenn ihr Mann als Fahrradfahrer nach Hause kommt würde er ebenfalls oft angehupt.

Bei der Polizei wird die Situation am Milchgrund und Pferdeweg nicht so dramatisch angesehen. In beiden Straßen gebe es keine Unfallhäufungen. Verkehrsunfälle mit verletzten Fußgängern habe es in den letzten Jahren überhaupt nicht gegeben.

Es ist nicht die erste Initiative, die in den vergangenen Jahrzehnten zusätzliche Überwege im Milchgrund und im Pferdeweg fordert. Vorherige Bemühungen waren erfolglos geblieben. Der Eißendorfer Pferdeweg und der Milchgrund zeichnen sich durch relativ niedriges Verkehrsaufkommen aus. Das haben sowohl Verkehrszählen der zuständigen Behörde, wie auch der Polizei ergeben. Nach einer der letzten Zählungen der Polizei benutzten den Milchgrund 4410 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden. Die meisten Fahrzeuge, 354 innerhalb einer Stunde, wurde am Morgen gezählt, wenn auch die Kinder zur Schule gehen. In dem Zeitraum registrierte die Polizei im Bereich 21 Querungen der Straße durch Fußgänger. Elf davon waren Erwachsene. Fußgängerquerungen, so die Vorgabe der Behörde, sind möglich, wenn mindestens 450 Fahrzeuge die Straße innerhalb einer Stunde befahren und im selben Zeitraum 100 bis 150 Querungen von Fußgängern stattfinden.

Sowohl am Milchgrund, wie auch auf dem Eißendorfer Pferdeweg befinden sich Ampelanlagen sowohl in Höhe Heimfelder Straße, wie auch in Höhe Eißendorfer Straße. zv

Veröffentlicht 26. Mai 2015