150512ToreHarburg – Schade, das Bezirksamt bleibt wortkarg und hat auch nach dem Wochenende nur einen einzigen Satz für den rücksichtslosen Umgang mit einer studentischen

Sportfläche auf dem Schwarzenberg übrig. „Wir prüfen nun kurzfristig, wie die beiden Tore auf dem Schwarzenberg umgesetzt werden können, dass sowohl Volleyball als auch Fußball und Handball gespielt werden kann“, sagt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring

Wie berichtet hatte das Sportreferat des Bezirksamts am Donnerstag neben dem Flüchtlingscamp auf dem Schwarzenberg zwei Tore für Fußball oder Handball aufstellen lassen – und zwar so ungünstig, dass die Studierenden der TUHH das Volleyball-Feld nicht mehr nutzen können. Abgesehen davon, dass man mit ein wenig Nachdenken die Tore auch ein paar Meter weiter östlich hätte aufstellen können (und alles wäre in Ordnung gewesen), hat man die 5000-Euro-Spende des Senats für die Herrichtung der Volleyball-Fläche nachträglich zum Fenster hinausgeworfen. Außerdem hat man – wahrscheinlich nicht beabsichtigt –  die Arbeitsgruppe „Studentische Infrastruktur“ der Vision „Harburg 2020/2050“ brüskiert, die Bau und Finanzierung des Volleyball-Felds organisiert hatte.

Inzwischen ist auch klar geworden, wer die Aktion mit den Toren veranlasst hat:  Andreas Reinhardt, Abteilungsleiter Sportangelegenheiten im Fachamt Sozialraummanagement des Bezirksamts. Er hatte Harburger Sportvereine in einer Mail  informiert und unter anderem geschrieben: „Vor einiger Zeit rief ein engagierter Bürger bei mir an und fragte nach, ob es nicht möglich sei, auf dem Schwarzenberg Tore hinzustellen. Er bemühe sich derzeit um die Betreuung von Flüchtlingen und stelle bei jedem Angebot immer wieder fest, dass das so ganz ohne Tore einfach Mist sei. Das fand ich auch und habe mich auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht.“ Reinhardt fordert die Vereine zudem auf, die Arbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer zu unterstützen und selbst auch etwas anzubieten.

Heute wird auf dem Schwarzenberg sicher noch heftig trainiert, denn morgen, Mittwoch, 17 Uhr, tritt die Mannschaft der Flüchtlinge, der FC Black Mountain, auf dem Sportplatz Kapellenweg 111 zu ihrem ersten Freundschaftsspiel an. Der Gegner: die A-Jugend von Viktoria Harburg. ag