150511Binnen1Harburg - Seit einigen Tagen ist der Hamburger Künstler und Architekt Werner Krömeke auf einem wackeligen Ponton im Westlichen Bahnhofskanal anzutreffen: An der

wasserseitigen Fassade des Palmspeichers arbeitet er an einem Wandbild - einem Fenster in die Geschichte - das historische Arbeitswelten sichtbar machen soll. Hier können Passanten schon bald sehen, wie Hafenarbeiter vor rund 200 Jahren im Harburger Hafen gearbeitet haben.

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So wird das Fenster in die Geschichte am Palmspeicher aussehen. Foto: cb


 

Nachdem Krömeke bereits vor einigen Monaten mit seinen historischen Bildern den Durchgang des Palmspeichers ausgestattet hatte, wird jetzt sein erstes großes Wandbild, das einen Blick in das Treiben im angrenzenden Westlichen Bahnhofskanal zeigt, Realität. "Die großen Bildtafeln erscheinen wie Fenster, die einen Blick in die Vergangenheit vermitteln", sagt Krömeke. Und: "Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Gechichtswerkstatt Harburg."

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Werner Krömeke arbeitet von einem wackeligen Ponton an dem Wandbild. Foto: cb


 

Die Finanzierung der Fassadengestaltung am Palmspeicher ist durch bezirkliche Sondermittel und die Förderung durch den Palmspeicher-Betreiber IVG gesichert. Die Kosten in Höhe von 9300 Euro teilen sich die beiden Geldgeber jeweils zur Hälfte.

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An der Klappbrücke Veritaskai wird das nächste Bild entstehen. Foto: pr


 

Wenn Krömeke mit seinem ersten Fenster in die Geschichte fertig ist, beginnen sofort die Arbeiten für das zweite Bild: An der Klappbrücke Veritaskai, in Höhe der Einmündung zum Westlichen Bahnhofskanal, wird ein Fenster entstehen, das vor allem vom Kanalplatz sehr gut sichtbar sein wird.

Am Freitag, 19. Juni, wird um 17.30 Uhr im Rahmen des Hamburger Architektursommers im Channel 6, Schellerdamm 22 bis 24, eine Ausstellung zu diesem Thema eröffnet. Die Ausstellung wird bis zum 5. Juli gezeigt und ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. (cb)