150420BuxteHeimfeld –  Jetzt wird es ernst. In den vergangenen Wochen hat die Polizei darauf verzichtet die Tempoverstöße zu ahnden, die durch den stationären Blitzer an der Stader

Straße festgehalten wurden. Weil dort jetzt wegen Straßenschäden Tempo 30 vorgeschrieben ist, der Blitzer aber erst ab Tempo 60 auslöst, heißt auch jede Auslösung des Blitzers für den Autofahrer Punkte und meistens Fahrverbot. Die Behörden legten eine Karenzzeit ein – auch weil man angesichts der empfindlichen Strafe jede Menge Klagen befürchtete.

Damit ist jetzt Schluss. Seit Montag, unmittelbar nach Mitternacht wird geahndet. Zwischenzeitlich sind auch zusätzliche Tempo-30 Schilder angebracht worden. Ob die Blitzanlage umgestellt wird, damit sie auch bereits langsamer fahrende Autos, beispielsweise ab Tempo 40 blitzt, ist noch in der Abklärung.

Die Tempoeinschränkung an der Stader Straße ist eingeführt worden, weil die Bundesstraße zur Buckelpiste wurde. Der schlechte Zustand ist seit 2003 bekannt. 2008 hatte der ADAC ausgeführt, dass die Strecke zwischen Harburg und der Landesgrenze in einem Katastrophalen Zustand ist. 2009 hatte der Senat auf eine Kleine Anfrage der damaligen Abgeordneten Lydia Fischer zahlreiche Mängel aufgelistet, die „kurz- bis mittelfristig“ instandgesetzt werden müssten. Bislang wurde nur punktuell die Fahrbahn saniert. Für eine umfassende Sanierung der Hauptverkehrsader im Bezirk Harburg hatte Hamburg bislang kein Geld bereitgestellt. Die CDU fordert, dass die Sanierung der Hauptverkehrsstraße zu den ersten Maßnahmen 2016 gehört. Bis dahin wird die Bundesstraße zwischen Moorburger Straße und Milchgrund zum Schleichweg. zv

Veröffentlicht 20. April 2015