InnenstadtHarburgHarburg –  In Harburg sind die Kaufpreise und Mieten für Wohnraum niedriger als in Hamburg, trotzdem konnte der Bezirk nicht mit der  Attraktivität des niedersächsischen

Umlands konkurrieren – vor allem nicht bei den Einfamilienhäusern. Und wenn Ortsfremde doch die Barriere in den Köpfen überwinden und sich für Harburg entscheiden, dann zieht es sie in den Binnenhafen oder in urbane Stadtquartiere in der Nähe der Technischen Universität. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse eines weiteren Gutachtens zum Harburger Wohnungsmarkt der GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH. Gewos-Mitarbeiter Stefan Lehnert hat das Gutachten im Stadtplanungsausschuss vorgestellt und dabei auch ein paar Handlungsempfehlungen für drei Bereiche – nämlich Harburger Innenstadt, Harburg Kern und Süderelbe – präsentiert. Wirklich Neues ist dabei allerdings nicht herausgekommen. So soll die Innenstadt besser mit dem Binnenhafen verknüpft werden, um von dessen gutem Image zu profitieren. Außerdem soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert, attraktive Einkaufsmöglichkeiten und ein besseres Gastronomieangebot geschaffen werden. Und wenn es dann noch eine „Qualitätsoffensive in Architektur und Baukultur“ gäbe, könnten besonders die Zielgruppen „Studierende, Single- und Paarhaushalte sowie Best-Ager zwischen 50 und 65“  überzeugt werden.

Im Bereich „Harburg Kern“, der die Stadtquartiere rund um die Innenstadt umfasst, empfehle sich eine behutsame Nachverdichtung, vor allem aber eine „gezielte Bestandsentwicklung“. Damit könnten zusätzlich auch Familien und Senioren angelockt werden.

Vorteile des Bereichs Süderelbe seien die gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr, die Nähe zur Natur und das vergleichsweise niedrige Preisniveau. Deshalb seien junge Familien die ideale Zielgruppe für diese Gebiete – eine Erkenntnis, die die IBA GmbH in den Quartieren Vogelkamp und Fischbeker Heidbrook längst in die Tat umsetzt. ag