150330Kutter1Harburg – Drei Wochen lang lag der gesunkene Kutter „Sassnitz“ im Lotsekanal unterlab der Klappbrücke. Jetzt wurde er geborgen. Zuvor hatte das Bezirksamt vergeblich versucht

den vermeintlichen Eigentümer die Bergung in Auftrag zu geben. Bei dem ehemaligen Fischer ist nichts zu holen. Jetzt beauftragte die Behörde das Unternehmen Taucher Knoth mit der Bergung. Damit wird der Bezirk für die Aktion aufkommen müssen. Es ist bereits die zweite Bergung, die im Harburger Binnenhafen innerhalb kürzerer Zeit mit Steuergeldern bezahlt werden muss.

150330Kutter2
Die "Sassnitz" wird gehoben. Foto: zv

Am Morgen war das Unternehmen Taucher Knoth mit zwei Bergungsschiffen im Hafen angerückt. Den ganzen Tag wurde gearbeitet. Taucher zogen Stahltrossen unter dem Kutter durch. Am Abend wurde der in den letzten Wochen eingeschlängelte Kutter, über den sich auf der Wasseroberfläche eine stinkende Ölschicht gebildet hatte, gehoben. Dann wurde die Aktion unterbrochen. „Wir hatte gehofft heute noch fertig zu werden“, sagt ein Mitarbeiter des Bergungsunternehmens.

150330Kutter4
Ein Draufblick auf die Bergungsarbeiten. Foto: zv

So blieb  unklar ob der Kutter schwimmfähig und aus dem Binnenhafen zum abwracken weggezogen werden kann, oder ob er vor Ort zerlegt werden muss. Am Dienstag soll die Bergung beendet werden.

Am Montag hatte der vermeintlich Eigner von der Kaimauer aus die Bergung verfolgt und seinen Kummer in Bier ertränkt. Der vorherige Besitzer der „Sassnitz“ war verstorben. Danach hatte sich der Mann um den Kutter gekümmert. „Eingetragen in den Paieren als Eigner ist er aber nicht“, will ein Schiffsbesitzer aus dem Hafen wissen.

Die Behörde, so bestätigt Sprecherin Bettina Maak, will weiter versuchen die Bergungskosten einzutreiben. Der Kutter "Sassnitz" wurde am Dienstagmittag aus dem Binnenhafen geschleppt und von einem schwimmkran verladen. Die "Sassnitz" wird abgewrackt. zv
{youtube}ycV9jWvnMzc{/youtube}