150327Gilde1Harburg - Die Harburger Schützengilde hat mit Jörg Geffke nicht nur einen neuen Kommandeur und ein neues Depu-Mitglied erhalten. Im Rahmen der außerordentlichen

Hauptversammlung wurde auch eine Satzungsänderung vorgenommen.

Denn die Gilde hat seit einiger Zeit ein Problem: Immer weniger Gildemitglieder150327Gilde sind dazu bereit, Führungsaufgaben in der Deputation zu übernehmen. Die Folge: Seit Jahren ist die eigentlich neunköpfige Deputation "chronisch" unterbesetzt. Nach dem unerwarteten Ableben von Norbert Buchholz war die Deputation kurzfristig auf vier Mitglieder geschrumpft.

Wie dieses Problem jetzt gelöst wurde, erklärt der 1. Patron Enno Stöver: "Auf der Jahreshauptversammlung haben wir einen Satzungsänderung beschlossen, die es uns ermöglicht, bei nicht vollständiger Besetzung der Deputation Kameraden für ein Jahr als Beisitzer in die Deputation einzubinden."

Die Beisitzer können in so einem Fall von den Mitgliedern in die Deputation gewählt werden. Stöver: "Gerade das Argument „lange Amtszeit“ - gewählt für fünf Jahre und erst nach zehn Jahren darf ein Deputations-Mitglied den langen Mantel behalten - hält bislang viele Mitglieder davon ab, Führungsverantwortung zu übernehmen." Auch die Tatsache, dass man als Deputations-Mitglied auf den Königsvogel anlegen muss, wenn niemand in den Schießstand tritt, wirkte bislang abschreckend.

Die langjährigen Gilde-Mitglieder Sven Ritter, Rainer Harms und Marcus Köhler waren sofort bereit, mitzumachen und wurden als Beisitzer gewählt. Sie verstärken ab sofort die Deputation, die sich aus Dr. Enno Stöver, Ingo Mönke, Conrad Bader, Hans-Joachim Blohm und Jörg Geffke zusammensetzt. "Eventuell kommen die Beisitzer ja auf den Geschmack, dauerhaft in der Deputation mitzuwirken", wünscht sich Enno Stöver. (cb)