150310FroschHarburg - Jedes Jahr im Frühjahr erwachen die Amphibien aus der Winterruhe und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Beim Überqueren von Straßen

verlieren jedes Jahr allein in Hamburg Tausende Kröten, Frösche und Molche ihr Leben. Darauf weist die NABU-Gruppe Süd jetzt hin.

Durch die Zerstörung und Verkleinerung ihrer Lebensräume sind die Bestände unserer heimischen Amphibien in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Mit Ausnahme der Erdkröte sind alle in Hamburg vorkommenden Amphibien in der Liste der gefährdeten Arten geführt.

Der NABU-Süd appelliert daher an Autofahrer und Anwohner:

- Nehmen Sie bitte Rücksicht auf wandernde Tiere und helfen Sie aktiv mit, dass die Tiere heil über die Straße kommen.
- Fahren Sie bitte an milden Frühlingsabenden besonders vorsichtig! Bei abendlichen Temperaturen ab  fünf Grad steigt die Zahl der wandernden Tiere, besonders bei feuchter Witterung.
- Vermeiden Sie nach Möglichkeit Fahrten auf Straßen, von denen Ihnen Amphibienwanderung bekannt ist.
- Decken Sie Ihre Kellerluken und Kasematten ab, so dass keine Amphibien hineinfallen. Und schauen Sie regelmäßig nach, ob sich nicht doch Tiere dort verirrt haben.

Im Bezirk Harburg werden unter anderem der Großmoordamm, der Neuländer Elbdeich, der südliche Abschnitt des Falkenbergwegs und das angrenzende Straßennetz bis zum Heidblick von Fröschen und Kröten in großer Zahl überquert. Die abendliche und nächtliche Wanderung der Amphibien zieht sich häufig bis in den April hinein. (cb)