150123AschenlandFischbek – Pastor Gerhard Janke freute sich über die Wertschätzung. So empfand er jedenfalls die Entscheidung, in die Cornelius-Kirche im alten Fischbeker Dorf einzuladen,

um die Nachbarn der geplanten Wohnunterkunft Am Aschenland über die Pläne der Sozialbehörde zu informieren. Dort neben dem alten Obi-Markt, zwischen Bahn und künftigen Baufeldern zur Erweiterung des Wohnquartiers Vogelkamp sollen ab Anfang 2016, vielleicht auch schon Ende dieses Jahres, bis zu 250 Flüchtlinge in zehn „Modulhäusern“  à la Lewenwerder leben. Und spätestens 2019 wieder ausziehen – so ist mit der IBA Hamburg GmbH besprochen, die das Wohnquartier Stück für Stück entwickelt.

Womöglich haben Bezirksamt und Sozialbehörde in der Kirche tatsächlich auf christliche Nächstenliebe gehofft, denn sie hätten auch ins BGZ einladen können und möglicherweise wären dann andere Nachbarn gekommen. Aber das ist Spekulation und verblasst vor dem positiven Eindruck dieses Informationsabends. Anders als bei anderen Versammlungen interessierte die Bürger tatsächlich nur eins: Wie können wir unseren neuen Nachbarn, den Flüchtlingen, helfen? Sofort kreisten Listen mit allerlei persönlichen Daten, alle wollten helfen.

Als Jasmin Garlipp von der Bürgerinitiative Bostelbek fragte, wie denn mit möglichen Ängsten umgegangen werden soll, Ängsten vor den Fremden, ganz subjektive Ängste, die nicht jeder offen aussprechen möchte, schwieg die Gemeinde. Keine Hand rührte sich zum Beifall. Stattdessen wurde noch einmal eine Willkommenskultur gewünscht, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass dies nicht echt war. Bezirksamtsleiter Thomas Völsch war am Ende erleichtert. „Das war heute mal richtig erfreulich.“ ag