150115DRK22Neuwiedenthal - Eine kostenlose Beratung für Familien: Unter der Schirmherrschaft von Aydan Özoğuz,  Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und

Integration , ist jetzt das Projekt „Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal“ gestartet. Am Dienstag überreichte sie zwölf Nachbarschaftsmüttern im BGZ Süderelbe ihre Urkunden. Träger des Projektes ist das Harburger Rote Kreuz.

Familien im Quartier kostenlos zu beraten, zu informieren und Kontakte zu150121DRK23 Einrichtungen im Stadtteil herzustellen - das ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben der „Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal“. Sie geben praktische Tipps im Alltag, bauen Kontakte auf, begleiten und übersetzen bei Behördengängen.

Die Anschubfinanzierung des Projektes erfolgt durch „heimspiel. Für Bildung“, mit dem die Alfred Toepfer Stiftung und die Joachim Herz Stiftung die Bildung im Stadtteil fördert, durch das Hamburger Spendenparlament sowie die Homann-Stiftung. Im Wandsbeker Quartier Hohenhorst ist bereits eine Gruppe Nachbarschaftsmütter aktiv.

150121DRK„Nachbarschaftsmütter unterstützen die Menschen direkt vor Ort bei ihrer Integration und auf ihrem Bildungsweg. Sie vermitteln, kümmern sich darum, sprachliche Barrieren zu überwinden“, erklärte Staatsministerin Aydan Özoğuz (Foto links) bei einem Festakt im Bürgerzentrum Süderelbe. „Ich wünsche mir, dass ihr Vorbild in Deutschland viele Nachahmer findet“, so Özoğuz.

Vor knapp 100 Gästen überreichte die Staatsministerin den ersten zwölf Nachbarschaftsmüttern in Neuwiedenthal ihre Urkunden. Die Frauen hatten Ende 2014 eine dreimonatige Schulung absolviert. Sie stammen aus sieben Ländern und verfügen über Kenntnisse in unterschiedlichen Sprachen, darunter unter anderem Türkisch, Serbisch und Dari. Für ihr Engagement erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

Das Projekt umfasst für das Harburger Rote Kreuz zwei Seiten: „Zum einen vermitteln wir unsere Nachbarschaftsmütter an verschiedene Familien, die beraten werden wollen“, erklärt Antje Hirt, Projektleiterin vom DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V. „Zum anderen bieten wir aber auch die Möglichkeit, selbst als Nachbarschaftsmutter aktiv zu werden und eigene Erfahrungen weiterzugeben. Wir bilden die Frauen gezielt aus und bereiten sie auf ihr soziales Engagement vor.“

Die nächste Schulung ist für Herbst 2015 geplant. Wie wichtig die Initiative für den Stadtteil ist, unterstreicht Andrea Pauline Martin, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung, im Namen aller Förderer des Projektes: „Der persönliche Einsatz dieser nun für ihre Aufgabe geschulten Frauen deckt sich mit dem Grundgedanken der Förderer: Damit alle Kinder und Jugendlichen im Quartier bestmöglich auf ihrem Bildungsweg unterstützt werden, braucht es gemeinsamen Einsatz: von Eltern, Erziehern und Lehrern, von Sozialpädagogen und der Zivilgesellschaft“, betont sie. Die Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal nehmen ab sofort ihre Tätigkeit im Stadtteil auf. (cb)