150113TUHHHarburg - Die Technische Universität Harburg (TUHH) und das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Im

Mittelpunkt steht die engere Zusammenarbeit in Wissenschaft, Lehre, Nachwuchsförderung und Innovation. DESY zählt zu den weltweit führenden Beschleunigerzentren und steht, wie die TU-Harburg, für grundlagenorientierte Spitzenforschung. Der Zusammenschluss stärkt das Forschungs- und Innovationspotenzial am Standort Hamburg.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Grundlagenforschung mit diesem exzellenten Partner noch weiter vertiefen können. Eine starke Vernetzung und ein lebendiger Wissenstransfer sind für die heutige Spitzenforschung unerlässlich“, so TU-Präsident Garabed Antranikian. „TUHH und DESY verfügen auf verschiedenen Feldern über Spitzen-Kompetenzen, die sich ideal ergänzen“, betonte der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, Helmut Dosch F„Die Kooperation fördert nicht nur die Forschung, sondern auch den Wissenstransfer in die Gesellschaft und in die Industrie. Davon wird insbesondere die Metropolregion Hamburg profitieren.“

Die gemeinsamen inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem in Material- und Nanowissenschaften, Verfahrenstechnik, Big-Data-Management, Optik und Lasertechnologie sowie Elektronik. Bei einem Auftakt-Workshop hatten mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Einrichtungen vielfältige Anknüpfungspunkte identifiziert, die in vier Arbeitsgruppen vertieft wurden: So beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Struktur- und Materialforschung, Verfahrenstechnik und Katalyse. Bereits jetzt arbeiten Forscherinnen und Forscher der TUHH, des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) und der Universität Hamburg im Sonderforschungsbereich „SFB 986: Maßgeschneiderte Multiskalige Materialsysteme - M3“ unter anderem mit Hilfe der DESY-Anlagen an den Grundlagen und der Entwicklung neuartiger Werkstoffe und Bauteile.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Photonik, insbesondere der Lasertechnologie. Im Themenbereich Informatik steht die Verarbeitung hochkomplexer Messdaten aus DESY-Experimenten im Mittelpunkt, in der vierten Gruppe geht es um Fragestellungen in der Regelungs- und Hochfrequenztechnik. In diesem Feld gibt es bereits eine zehnjährige Kooperation. Alle Themen der Kooperation erarbeiten und vertiefen Grundlagen, die in den Kompetenzfeldern der TUHH Green Technologies, Life Science Technologies und Aviation and Maritime Systems weitere Anwendung finden können. (cb)