100223hafenquerspangeHarburg - Die neue Linienführung der Hafenquerspange steht. Es ist eine Überraschung. Die neue Linie soll westlich von Moorburg an die geplante A26 anschließen und nach einem Zickzackkurs im Osten im Bereich der Anschlussstelle

Stillhorn an der A1 enden. Diese Linienbestimmung ersetzt die 2005 beim Bund beantragte Nordtrasse über den Spreehafen. Die Trasse macht dabei einen dicken Schlenker nach Süden und führt bis an den nördlichen Bereich Bostelbeks heran. Dann geht es steil nach Norden, wo eine 55 Meter hohe Brücke entstehen soll, die in Höhe der heutigen Kattwykbrücke über die Süderelbe führt. Dadurch wird Moorburg geschont. Weiter geht es über die Hohe Schaar erst nördlich und dann östlich an der Raffinerie vorbei. Damit folgt man der bereits bestehenden Straßenführung. In Wihelmsburg wird die Trasse von der Kornweide bis Höhe Otto-Brenner-Straße als Tunnel verlaufen. An Kirchdorf Süd geht es in einem Trog vorbei.


„Diese neue Linienbestimmung hat den Vorteil, dass sie den Durchgangsverkehr in Harburg und Wilhelmsburg bündelt und damit weniger Belastungen für die Anwohner mit sich bringt, als die bisher geplante Nordtrasse“, behauptet Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk. "Um eine verkehrliche Entlastung in Wilhelmsburg zu erreichen, wird es daher unter anderem nicht möglich sein, von der Hafenquerspange auf die Wilhelmsburger Reichsstraße abzubiegen.“

Die nördliche Linienführung war unter anderem verworfen worden, weil sie nach Ansicht der Behörde wie eine Barriere dem Sprung über die Elbe entgegengestanden und deutliche Belastungen für die Bewohner im Norden Wilhelmsburgs und der Veddel gebracht hätte. „Die Südtrasse ist die einzig machbare Lösung, wenn es um die Realisierung dieses für die Hafen- und Verkehrswirtschaft so überaus bedeutenden Vorhabens geht“, sagt Wirtschaftssenator Axel Gedaschko. Die jetzt 9,4 Kilometer lange Trasse soll nach bisherigen Berechnungen rund 715 Millionen Euro kosten. zv